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Manche Filme reifen wie guter Wein, andere verderben im Laufe der Jahre. Zu letzterer Kategorie ist leider auch VENUS IM PELZ von 1969 zu zählen, der seinerzeit Teil der Speerspitze der sexuellen Revolution auf der Kinoleinwand gewesen sein mag, durch eben diese in Gang gesetzte Freizügigkeit heute aber schon längst wieder überholt, verklemmt und unfreiwillig komisch wirkt. Was damals an sexuellen Obsessionen gewagt und geradezu obszön gewesen sein mag, lockt heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Das bisschen Voyeurismus, Masochismus, Pelzfetisch und die paar Rollenspiele stellen das wenige Salz in einer Suppe dar, die man ansonsten fast als schmachtvollen Heimatliebesfilm einordnen könnte. Für das heutige Publikum müsste der Stoff halt ganz anders aufbereitet werden, um noch Grenzen (?) auszuloten. Erhalten geblieben ist zumindest die Attraktivität der jungen Laura Antonelli, die im Pelz hinreißend aussieht.