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New York ist ein brutales Pflaster. Keiner ist mehr sicher, von Tag zu Tag wird der Kampf härter. Detective Masterson geht radikal dagegen vor. Stahlhart und zielgenau. Sie steht als Frau ihren Mann in der New York Police Force. Jetzt braucht sie aber Hilfe von Undercover-Agent Terry. Ein Killer terrorisiert die Stadt. Seine Kampftechnik “Tigerkralle” ist schneller und vernichtender, kein Gegner ist ihm gewachsen. Detective Masterson und Terry tasten sich lautlos an ihn heran. Es kommt zum ultimativen Fight.

Tiger Claws ist ein recht unauffälliger Vertreter im Genre der wilden Eastern Kloppereien. Das es sogar noch zu zwei Sequels kam, dürfte hauptsächlich an der Kohle von Produzent und Hauptdarsteller Jalal Merhi gelegen haben, denn qualitativ gesehen hätte ein Film eigentlich massig gereicht. Gerade die Ermittlungen der beiden Cop-Partner wider Willen sind ziemlich zähflüssig ausgefallen, wenn sie ohne große Mimik Leute befragen, wer denn nun im fast vergessenen Tiger-Stil der Reihe nach irgendwelche Martial Arts Trainer dekorativ um die Ecke bringt.
Andererseits wird das ganze Drumherum kaum jemand interessieren, der sich eine derartige DVD anschauen. Hauptsache es gibt ordentlich auf die Möppe und die Darsteller sind einigermaßen versiert im Handkantenausteilen. In dem Punkt kann man hier wirklich nicht meckern. Mit Cynthias Rothrock, Bolo Yeung und Merhi selbst sind drei ausgewiesene Experten am Start, die zwar nicht ihre allerbesten Moves zeigen, aber prinzipiell wissen was sie da tun.
Leider ist die Choreographie nur mittelmäßig ausgefallen, viel übler sind aber noch die wenigen Shootouts ausgefallen, welche eine ziemliche Lachnummer darstellen. Es hätte auch gerne mehr an Kampfsportaction sein dürfen, vor allem weil die Reststory ziemlich müde dahindümpelt und speziell das Antischauspiel von Merhi, aber auch von Yeung (der zwar mit seinen Schrankwandausmaßen beeindruckend aussieht, aber sein Mienenspiel hier beinahe komplett wegläßt) sind jetzt auch keine filmischen Highlights.
Ich finde es immer schade, wenn man so viel geballte Kompetenz am Set hat, aber kein gescheites Drehbuch, um daraus etwas ansehbares zu machen. Tiger Claws bietet dabei nichts was über dem Mittelmaß des Genres liegt. Die schlappe Synchro trägt auch nicht gerade zum Genuß bei, einen wirklichen Grund zum Anschauen hab zumindest ich nicht gesehen.
5/10

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