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Hitman Henry ist in die Abgeschiedenheit der Rockys abgetaucht, nachdem er einen hochkarätigen Auftrag ausgeführt hat. Die mit ihrem Schneemobil verunglückte Melody bringt ihn dazu, zu helfen. Doch sie verbirgt etwas.


Und wieder ein Film mit einem großartigen Wintersetting, das so wunderschön eingefangen wird, dass man die Kälte förmlich spürt und die Decke auf dem Sofa unwillkürlich höher zieht. Und auch hier wird es für einen Thriller genutzt, dessen Drehbuch nicht vollständig durchdacht wirkt und mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet.


Jean Reno als Killer klingt schon reizvoll, auch wenn selbstredend kein zweiter Léon zu erwarten war. Aber Reno spielt die Rolle erwartungsgemäß souverän und seine Partnerin Sarah Lind, deren gemeinsame Szenen wie ein Kammerspiel anmuten, macht ihre Sache auch hervorragend.

Es krankt wirklich vor allem am Drehbuch. Natürlich kommt Melodys Geheimnis ans Licht, doch ob sie nun aus eigenem Will in der Wildnis war oder dorthin gelockt wurde, bleibt zumindest mir unklar. Erst recht ist mir schleierhaft, woher die Polizei letztlich den Standort hat. Wer zieht da wirklich die Fäden? Der komplette Hintergrund der Ereignisse bleibt im Dunkeln, dabei sollte sich das bei einem guten Thriller doch nach und nach ergeben und mit einem Twist aufgelöst werden. Auf einen Twist wartet man aber auch vergebens.

Zwar entwickelt das Finale durchaus ein paar spannende Momente und Reno und dieLandschaft tragen den Film, insgesamt ist das aber doch noch deutlich zu wenig.


Schön fotografierte Landschaft, solider Reno, aber die Story bleibt diffus und unklar. Das Ende ist zudem noch unbefriedigend. Viel wird da nicht hängenbleiben.

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