Abschiedsvorstellung für Matthias Brandt als Polizeiruf-Kommissar. Wohl mit der beste Ermittler, den es jemals gab. Und zugleich Abschluss der Christian Petzold-Trilogie innerhalb der Brandt-Krimis. In allen drei Filmen geht es letztendlich um seelische Einsamkeit, meisterhaft inszeniert und gespielt. Und so schildert auch dieser Fall von der seelischen Verrohung der Menschen und von der inneren Leere des Hauptakteurs. Diesem wird als psychologischer Gegenentwurf eine neue Ermittlerin zur Seite gestellt, die mit ihrer Dynamik und Lebensfreude alle ansteckt. Man hat fast den Eindruck, als würde hier die Nachfolgerin eingearbeitet. Aber dann ein überraschendes Ende: Das Klingeln an der Haustür eines möglichen Zeugen endet tödlich. Der Tod der Kollegin führt dann dazu, dass ein längst fälliger Abschied genommen wird und man Geborgenheit bei seiner großen Liebe findet.
Eigentlich weniger Krimi, wieder einmal mehr Psychodrama, aber überaus gelungen dank genialer Regie und guter Atmosphäre. Es gelingt wohl keinem anderen Regisseur so gut, die Seelenzustände seiner Protagonisten einzufangen, wie Petzold. Und von Brandt überragend gespielt. Sehr zu empfehlender Beitrag, allerdings als Krimi nicht so superspannend...