Review

Ich denke, der Kommentar von Keyser Soze geht unnötig hart mit dem Film um.
Sicher, eine Handlung lässt sich nur erahnen; dennoch ist es bemerkenswert, dass der Hauptcharakter des Films nie spricht und wir nur an zwei Stellen seine Gedanken in schonungsloser und unverblümter Formulierung vorgesetzt bekommen: Seine Lebensverachtung und den Hass, den er seinen Mitmenschen entgegenbringt.

Diese werden auf recht eindeutige Weise dem geneigten Zuschauer auch als hassenswert präsentiert; gerade die Szene im Restaurant ist durchaus geeignet, die Mitmenschen als Vieh zu portraitieren. Auch der finale Amoklauf ist weniger eine stumpfe Gewaltorgie, als vielmehr eine Katharsis in der physischen Vernichtung der verabscheuungswürdigen Menschen, die den Hauptcharakter in die Isolation trieben.

Leider hält der Film nicht, was die Verpackung verspricht. Dafür ist er auch viel zu kurz. Ich würde ihn nur Leuten empfehlen, denen American Psycho nach dem 30. Anschauen allmählich langweilig wird, so wie mir.

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