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Grundsätzlich kein schlechter Found Footage Horror, doch das gesamte Subgenre hat sich so dermaßen abgenutzt, dass da irgendwie nichts mehr richtig zu gruseln oder zu schocken vermag. Schneelawinen, wenn auch nur angedeutet, oder das anschließende Filmen und ängstliche Keuchen des Kameramanns während er unter einer weißen Decke verschüttet ist, sind zwar neue Motive, sind aber auch nicht mehr Bahn brechend oder abendfüllend. Es ist und bleibt am Ende doch bloß THE BLAIR WITCH PROJECT an der verschneiten französisch-belgischen Grenze mit ganz viel Füller in Form von langen Wanderungen durch die gebirgige Landschaft. Und keine künstlichen Flecken auf dem Bildmaterial und keine verwaschenen Farben lassen auch nur für eine Sekunde die Illusion aufkommen, dass es sich um authentische Aufnahmen aus dem Jahr 1976 handeln würde.