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Zwei Jungen flüchten aus dem verseuchten und zerstörten New York und gelangen mittels Floß auf die Insel der neuen Monster, wo eine böse Königin ihr Unwesen treibt und die beiden Jungs Abenteuerliches erwartet.

16 Jahre nach "Insel der neuen Monster" drehte Regisseur Sergio Martino eine Fortsetzung zu seinem Erstling, wobei man sich nach Sichtung des Streifens fragt, ob das nun wirklich hätte sein müssen, denn nach dem starken Vorgänger ist dieser zweite Teil ziemlich enttäuschend.
Das Ganze fängt im New York der Zukunft an und wer "Fireflash - Der Tag nach dem Ende" gesehen hat, dem dürfte das Geschehen bekannt vorkommen, denn Martino hat hier einfach Szenen aus besagtem Endzeitfilm genommen und die beiden Jungen dazwischengeschnitten. So müssen diese vor den Stadtentseuchern flüchten, fahren im Kofferraum eines Wagens ein Rennen mit und müssen zusammen mit dem Fahrer der bewaffneten Endzeitmacht entkommen. Dieser Part nimmt ungefähr eine Viertelstunde in Anspruch und dass man sich alten Filmmaterials bemächtigt hat ist nicht besonders tragisch, da dies passend mit den neuen Szenen zusammengeschnitten wurde, so dass dem Nichtkenner von "Fireflash - Der Tag nach dem Ende" diese Vorgehensweise wahrscheinlich gar nicht auffällt.
Danach gehts dann Richtung Insel und hier erwartet den Zuschauer allerhand gewöhnungsbedürftiger Zauber, Hokuspokus und Fidibus. Die Fischmenschen sind natürlich wieder mit von der Partie, wobei sie diesmal weniger todbringende Monster, sondern vielmehr gutmütige Opfer sind. Den bösen Hauptpart übernimmt die Königin, die die Fischmenschen in solche verwandelt hat, da sie einerseits eben böse ist und andererseits Fische halt besser tauchen können, um die Schätze aus der untergegangenen Stadt zu bergen, was wir bereits aus dem ersten Teil kennen, wofür auch gleich wieder dort verwendetes Material eingesetzt wird.
Zudem gibts es noch einen verzauberten Prinzen, der zum Negerliliputaner mit Halbfischgesicht und Goldmaske wurde, eine verholzte Prinzessin, ein Zauberbuch, einen begabten Hund und ein junges Mädchen, das sich der Königin widersetzt und natürlich für eine Liebelei mit einem der neuinsulanischen Jungen gut ist.
Das ist alles sehr fantasyvoll und wäre sicher geeignet für ein unterhaltsames Abenteuerfilmchen, aber irgendwie kommt keine echte Freude auf, denn ein spannender und vor allem stimmiger Handlungsaufbau ist nicht auszumachen. Vieles wirkt wie Stückwerk und so kommt man von einer Situation zur nächsten, die nach und nach abgehakt werden und das Ende ist absolut daneben. Ich denke mal, dass selbst Kinder, für die dieser Film im Gegensatz zum eher auf erwachsene Publikum zugeschnittene erste Teil, nicht besonders zufrieden mit dem Gesehenen sein dürften.
Merkwürdig empfinde ich außerdem den Einsatz der Musik. So sind eigentlich ständig Melodien zu hören, wobei deren Lautstärke nach Bedarf angepasst wird (bei Gesprächen etwas leiser, bei Action etwas lauter). Da die Melodien jedoch kaum variieren, tritt schnell ein Ohrensättigungsgefühl ein, was ebenfalls keinen positiven Eindruck hinterlässt.

Insgesamt ist "Insel der neuen Monster 2" eine schwache Fortsetzung, da hier nichts rund läuft. Es sind zwar viele phantastische Elemente enthalten, aber ein stimmiges Ganzes ist nicht daraus geworden, so dass man diesen Film nicht unbedingt gesehen haben muss.

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