Dreist zu kopieren ist eine Spezialität der Billig-Schmiede „The Asylum“, also wurde mal kurzfristig der Stoff von „Operation: Overlord“ gemockbustert. Sachen mit Tieren bekommen die ja meistens auf eine charmante Art hin, doch beim Kriegstreiben ist der Ofen ziemlich rasch aus.
Die Truppe um Captain Rogers kehrt aus der Normandie zurück und erhält sogleich einen neuen Auftrag: Ab nach Rumänien und die Wissenschaftlerin Dr. Eris (Dominique Swain) aus den Klauen der Nazis befreien, welche sie zu Experimenten mit biologischen Kampfstoffen zwingen…
Erwartungsgemäß wird das niedrige Budget vorzeitig offenbart, obgleich der Einstieg mit Archivmaterial in Schwarzweiß recht gelungen in aktuelle Kampfhandlungen übergeht. Mit den Uniformen nimmt man es allerdings beileibe nicht so genau und warum Tom Sizemore als Befehlshaber mit Eye-Liner herumläuft, erschließt sich auch nicht wirklich.
Immerhin befindet sich der kleine Trupp schon bald in Rumänien (oder dem Boden auf irgendeiner Ranch) und wird von unsichtbaren Soldaten angegriffen. Den Weg dorthin haben sie wahrscheinlich unbehelligt mit einem Militärfahrzeug zurückgelegt, komplett von Amerika aus natürlich.
Es folgen eine Handvoll Kampfhandlungen, bei denen die Kamera jedoch oft zu nah am Geschehen ist, wodurch schon mal leicht die Übersicht verloren geht.
Zumindest ist eine Weile Bewegung im Spiel, auch noch als man in einer Mine verschüttet wird, nicht mehr, als man im Labor von Frau Doktor strandet. Denn ab da wird ziemlich viel dialogtechnischer Unrat abgelassen, der letztlich wenig Sinn ergibt. Hinzu gesellen sich Heuschrecken-Schwärme, ein wenig Body-Horror und eine nackte Dominique Swain, was im Kontext der Szene zwar völlig unnötig ist, aber irgendwo müssen die minimalen Schauwerte ja herkommen.
Denn die Action reißt es ansonsten nicht, blutige Einlagen wie Kehlenschnitt oder explodierende Körper nimmt man emotionslos hin und ein Sympathieträger findet sich ebenfalls nicht. Allerdings überrascht die finale Szene mit einer abstrusen Pointe, was den Stoff fast noch ein wenig aufwertet.
Ansonsten dominieren hölzerne, oftmals sinnfreie Dialoge, darstellerisch gibt es zumindest nicht allzu viele Ausfälle und auch der Score ist um Kontenance bemüht.
Hauptproblem bleibt die billige Umsetzung ohne Charme und das unausgereifte Drehbuch, welches erst gar keine rechte Spannung aufkommen lässt.
Den können selbst Freunde der Billigschmiede bedenkenlos auslassen.
3 von 10