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"Shed of the Dead" ist der klägliche Versuch auf RTL2-Niveau und mit Bad Taste-Humor eine englische Zombiecomedy a´la "Shaun of the Dead" zum Laufen zu bringen. Dafür lud man sich bekannte Horrorstars wie Michael Berryman (The Hills have Eyes) als triebgestörten Macho mit Perücke, Bill Moseley (TCM 2) als taffen Zombiejäger mit Hang zur besonderen Calamari und Kane Hodder (Jason Vorhees, Hatchet) als pikfein gekleideten Vorstand ein, die sichtlich Spaß an ihren kleinen, aber sehr ironisch betonten Nebenrollen hatten, den blassen Unfug aber nicht vor dem Versagen retten können. Woran er scheitert ist schnell auszumachen: an der schnittigen Inszenierung liegt es nicht, eher an den tragisch vulgären Protagonisten, die aus einer banalen Trash-Glosse aus dem abgestanden Programm der hiesigen Privaten stammen könnten. Die Überzeichnung ist definitiv verunglückt, man kann sich einfach nicht an Graham, Trevor und Konsorten ergötzen oder Sympathie hegen. Sie sind auf Ewig verdammte Spastis, die dem echten Cosplay nicht würdig sind und dieses Nischen-Hobby eher verunglimpfen als cool und grotesk darzustellen. Pegg und Frost können sie auch nicht das Wasser reichen, weil ihnen das schauspielerische Talent fehlt. Deshalb bewegt sich dieser blasse Verschnitt, wie schon zuvor bei "Knights of Badassdom", auf dem Mittelfeld der schlechten Unterhaltung. Auch mangelt es an fetten Ideen, handgemachten Gore (der hier hauptsächlich von CGI ersetzt wird) und einer abenteuerlichen, spannenden Geschichte. Man wird das Gefühl nicht los das der Macher das gesamte Geld für seine Stars verpulvert hat und sich deshalb in Minimalismus flüchten musste. Diesen füllt er mit abgestandenen Sprüchen, einer Handvoll Drehorte und hohlen Charakteren. "Shed of the Dead" ist durchaus mal ganz kurzweilig anzusehen, aber eben nicht der heiße Scheiß, für den man ihn uns verkaufen will. Die Nebenrollen sind jetzt schon Kult, aber der schwache Rest ist wahrlich nicht zu gebrauchen. Nerdiges Mittelmaß ohne richtigen Charme.

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