Review

Gräbergarten


Das gezeichnete Intro und Outro sind noch ganz süß, die Grundidee Schrebergärten mit der Zombie-Apokalypse zu kreuzen, hätte vielleicht auch noch was werden können - aber „Shed of the Dead“ entgleist einfach mal derart schnell, ach was, er kommt gar nie erst auf die Schienen, dass man sich nicht nur schmerzhaft langweilt, sondern fast schon richtig ärgert, in diesen Schmu Zeit investiert zu haben... Handlung: ein (furchtbar unlustiger, dämlicher, unsympathischer) Loser, der sich die meiste Zeit in seiner Gartenhütte mit Wodkabrennen, Onanieren und Fantasy-Brettspielen mit seinem fetten Kumpel beschäftigt, stolpert in die Zombie-Apokalypse...

Boah, wie scheisse finde ich denn bitte „Shed of the Dead“?! Das hätte ich so nicht erwartet. Den allein in einem Atemzug mit Edgar Wrights Zombie-Komödien-Höhepunkt zu nennen, verbietet sich für mich. Ich weiß wirklich nicht, wo ich bei dieser Enttäuschung auf ganzer Linie anfangen soll. Ich kann nur jeden aus voller Überzeugung warnen: nicht angucken, keine Sekunde verschwenden! Jeder mit euren Kumpels gedrehte Film ist besser als diese feige Mogelpackung, die in keiner Beziehung abliefert. Die Figuren sind Abziehbilder, die hauptsächlichen Schauspieler geben sich nichtmal Mühe und haben kein Talent, das Script ist nur eine Skizze, die Effekte wirken billigst, große Sauereien gibt es keine, nackte Tatsachen ebenso wenig, selbst generischste Zombieaction macht sich rar, die „Geschichte“ wirkt kaum zu Ende gedacht, einen großartigen Score oder Soundtrack muss man nicht suchen, die Traumsequenzen sind peinlich und solche alten Haudegen wie Michael Berryman oder Bill Moseley hier verwurstet zu sehen, hat mir fast körperlich weh und richtig leid getan. I'm sorry Jungs, aber so geht’s nicht... 

Fazit: eine kleine, unkreative Frechheit. Selbst für Zombie-Alles-Gucker absolute Zeitverschwendung. Ein Ärgernis, das sprachlos macht. Ein Börsendienst für den Film als Kunstform. Nicht witzig, nicht spannend, nicht charmant, nicht besonders, nicht splattrig, nicht sympathisch, nicht meta. Yawn of the Dead. Nichtmal das. Wie lang doch 80 Minuten sein können... 

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