Alte Männer die's nochmal wissen wollen scheinen nach dem Erfolg von 'Equalizer' oder 'John Wick' ja momentan in Mode zu sein. Und grundsätzlich gibt es da auch sehenswerte Vertreter.
Die Graphic Novel-Verfilmung 'Polar' hat mich allerdings eher an einen dieser Anfang des Jahrtausends Trittbrettfahrer-Gangsterfilme im Windschatten von Tarantino und Ritchie erinnert.
Ein Grotesker Bösewicht, Vorstellung der Charaktere und Handlungsorte durch Texteinblendungen in einer Schriftart, die einem selbst für den Schulaufsatz in der achten Klasse zu peinlich wäre... und natürlich bullet time. Denn nichts ging nach Matrix ohne bullet time.
So folgt man einer Gruppe eindimensionaler Bösewichte bei ihrer blutigen Suche nach dem Black Kaiser, während Mads Mikkelsen - dessen Leistung einer der wenigen Lichtpunkte am Horizont darstellt - seiner Nachbarin vorsichtig näher kommt. Wiederholende Flashbacks auf dem Niveau von Serien der Marke 'Navy CIS: xhier Großstadt eintragenx' geben uns dann den "dezenten" Hinweis, dass da wohl noch mehr im Argen liegt.4 Punkte für Mads und einige gelungene Actionszenen wie bspw. im Folterkeller.