Review

Iwie. Iwo. Iwann. Fängt dieser Film hoffentlich mal an... 


Trennungsschmerz von Mutter Erde. Unser Planet liegt im Sterben und die Luft wird dünner, giftiger, lebensbedrohlicher. Da startet ein großer Teil der Menschheit auf zu den Sternen in eine ungewisse Zukunft - bis auf eine junge Wissenschaftlerin, die auf der Erde verweilt und sich nun entscheiden muss: bleiben oder den letzten Shuttle gen Himmel nehmen...

Endzeit #367. Dieses Mal wieder auf Netflix. In etwa ein ruhiges Kammerspiel mit dem kompletten Planeten als Zimmer. Intensiv gespielt von Margaret Qualley, atmosphärisch bebildert, sehr hübsch in seiner eleganten Bildsprache. Und doch im Endeffekt nur ein attraktives Gähnen im tödlichen Winde. „IO“ ist eine Enttäuschung und nur für ganz wache Geister und Sci-Fi-Hardcore-Fans etwas - und das auch nicht, weil er besonders fordernd oder clever ist, sondern weil man einfach nicht müde sein sollte, da man sonst ziemlich sicher wegdöst. Anthony Mackie kann man kaum böse sein, die Situation mit vielen Parallelen zur aktuellen Zeit und akuten Problematiken hat durchaus ihren Reiz. Doch im Grunde, kann man sich die anderthalb Stunden locker und ohne Gewissensbisse sparen. Selbst wenn man gerade so etwas wie einen „Apokalypse-Marathon“ einlegt. Tja, können nicht alles Winner sein. „IO“ ist nicht mies - nur eben derart lahm und sauerstoffarm und unaufgeregt und ohne Höhepunkte, dass man es kaum glauben kann und ständig denkt, man muss doch etwas verpasst haben... Hat man aber nicht. Auch nicht, wenn man den gleich ganz skippt. 

Fazit: lahme Thinking Mans-Sci-Fi-Schlaftablette, die nie aus den Puschen kommt, weder physisch noch psychisch. Recht hübsch, nie mehr, eher leer. The Last of Blass. Und das Schlimmste: er meint auch noch er wäre intelligent, sinnvoll, nicht nur oberflächlich und philosophisch... 

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