Amateur-Terrorfilmchen. Heiko (welch’ Ironie) ist ein perverser Psychopath, der in seine Stiefschwester Fabienne verknallt ist. Im Glauben deren Zwillingsschwester Nicole vor sich zu haben, bringt er sie (dummerweise Fabienne) bestialisch um. Dafür sitzt er einige Jahre ein. Irgendwann gelingt es im dann auszubrechen. Nun kann er endlich Rache an Nicole nehmen. (Er würde sich besser selbst umnieten, dann wäre der Film vorbei und alle wären zufrieden.)
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber gegen diesen Sondermüll ist „Violent Shit“ (oder auch „Die Axt“) „Citizen Cane“. Gut, immerhin wird auf der DVD zu diesem Amateurschrott davor gewarnt, diesen Streifen Kindern, Schwangeren und nervlich instabilen Menschen nicht zu zeigen. Wobei, den „Film“ sollte man eigentlich gar niemandem zumuten, ausser man möchte jemanden ganz doll foltern! Es erwartet den Seher eine einzige Anhäufung von Perversionen, mit welchen man schockieren möchte. Als da wären Natursekt, exzessive Gewalt gegen Frauen und Demütigungen en masse. Wirklich krank und ekelerregend. Hoffentlich hat das der Psychiather von Regisseur Heiko Fipper (Das Komabrutale Duell) nicht gesehen, sonst gibt’s eine bequeme Jacke samt gepolsterter Einzimmerwohnung als Bonus. Es gibt Filme, die extreme grafische Gewalt beinhalten, bei Amateurmovies ist das sowieso an der Tagesordnung. Doch im Unterschied zu den anderen Vertretern kommt hier aber kein Bierkasten-Feeling auf. Spannend oder sonstwie kurzweilig ist der Film auch nicht. Dafür nimmt er sich irgendwie zu ernst, was das Ganze absolut ungeniessbar macht. Dazu gesellen sich grottige Dialoge (Ja, es wird auch gesprochen!) und aus Familie und Kollegenkreis rekrutierte, hölzern agierende „Schauspieler“. Es ist ein einziges Trauerspiel! Am vernichtenden Gesamturteil ändert auch die Tatsache nichts, dass die Anfangssequenz und die Szene mit der Nadel technisch einigermassen gelungen sind. Also, ab ins die Klo damit und gut is’! Kleine Warnung am Rande: Kein Trash-Appeal vorhanden.
Score: 1
Härte: 9