Review

Inhalt:

China..., in den 1920er oder 1930er Jahren. Eine Ortschaft befindet sich in der Gewalt einer Gangster-Bande, der der so brutale wie skrupellose Boss Chang (Han Ying-Chieh) vorsteht.
Er und seine Schergen (u.a. Sammo Hung, Chen Feng-Chen, Billy Chan), sowie sein Sohn Chang Hsi Fu (Wilson Tong)..., sie üben offenen Terror über die Bevölkerung aus, Schutzgeld-Erpressung und willkürliche "Wege-Zölle" werden erhoben.
Wer nicht spurt..., wird brutal zusammengeschlagen, auch kommt es zu Morden. Jedoch ohne Zeugen und Beweise.

Und so sind dem eintreffenden Police-Captain Ling (Lee Ka-Ting) und seinem Assistenten (Tsui Siu-Ming) juristisch zunächst die Hände gebunden.
Doch Ling weiß insgeheim, dass er Chang und seiner Bande das Handwerk zu legen hat. Und Chang will Ling auf mehr oder eher weniger elegante Art loswerden oder zumindest erst mal arglos hinhalten.
Der Einzige im Ort, der der Bande offen die Stirn bietet, ist der KungFu-Fighter Ma San (Charles Heung).
Doch dessen Bruder, Ma Wing (Eddy Ko), arbeitet ebenfalls für Chang, und bittet Ma San, sich zurückzuhalten.

Dann werden 3 Kinder von einem aus der Bande vergiftet, und Ma San wird verdächtigt...!
Als Ma San den wahren Mörder seiner gerechten Strafe zuführt, Chang Hsi Fu von Captain Ling festgenommen werden kann, und Ma Wing getötet wird..., eskaliert die Situation vollends...!

Ling und Ma San wissen..., nur wenn sie ihre Kräfte bündeln, können sie sich Chang und seiner Bande entgegenstellen.

Es kommt zum Show-Down..., und Ling und Chang Hsi Fu, sowie Chang und Ma San stehen sich in 2 erbitterten Duellen gegenüber....!


Fazit:

Und wieder ein reinrassiger, in seiner Story und in seinem Ambiente einfacher, doch konzentriert-intensiver, an der Realistik der Bruce Lee-Streifen orientierter, flott-kompakter KungFu-Actioner, im Jahre 1976 -oder eher 1973 laut hkmdb.com- von Regisseur Law Kee in Szene gesetzt.

Die Storyline..., eine Bande terrorisiert unbehelligt eine ganze Ortschaft, einer muckt auf..., ein anderer kommt hinzu, dann wird aufgeräumt..., ist so gängig und einfach wie hier weitestgehend kohärent, strikt und flüssig inszeniert, die Kulissen kostengünstig-schäbig, die Atmosphäre stimmig-gediegen, manchmal hellsandige und pittoreske Felsen als Hintergrund, dann die räumliche Offenheit in der finalen Phase guttuend, und ein KungFu-Fight jagt den nächsten.

Das alles ist routiniert hier abgehandelt..., der Cast ist durchaus prominent, und bürgt schon alleine dafür, dass die Kampfkunst nicht zu kurz kommt.
Charles Heung und Lee Ka-Ting sind die beiden Helden, die zueinander finden müssen..., Lee Ka-Ting ein Police-Captain, der händeringend Beweise benötigt, er spielt das verbissen-abgeklärt..., eine gute Performance.
Charles Heung ist derjenige, der als einziger in einer Ortschaft, die von den Villains terrorisiert wird, dagegen hält.
Ein eigentlich auch eher ruhiger Typus..., der jedoch zur Gewalt gezwungen wird.
Beide sind ein schlagkräftiges Duo..., das aber erst in der finalen Phase richtig zusammenfindet.

Die Villains machen den Cast erst richtig prominent..., als da wären: Han Ying-Chieh (schon Villain in "Die Todesfaust des Cheng Li", siehe mein Review auf dieser website)... zweifelsohne ein Teil der Legende Bruce Lee´s, Eddy Ko.... als bedächtiger Bruder eines der Helden, und vor allem Sammo Hung... der hier auch die Kampf-Choreographien beisteuerte..., sowie Wilson Tong... einmal mehr in seiner Parade-Rolle als arrogant-hinterhältiger Fiesling.
Und sie bürgen natürlich auch für die visuelle Klasse der Fight-Action in diesem ja kompakten KungFu-Eastern.

Die Frauen..., wie "Rainbow" Ching Ho-Wai...,  niedlich zwar, doch verlieren sie sich natürllich in diesem maskulin geprägten KungFu-Actioner.

Die zahlreichen KungFu-Fights sind von einem reellen Stil geprägt, keine irrealen Fliegereien..., konzentriertes Schlag-Block-Schlag-KungFu, und die Technik, die technischen Feinheiten, hohe Tritte, dynamische KungFu-Fäuste..., das kommt bei diesem Cast natürlich nicht zu kurz.
Am Ende läuft sich das alles natürlich zu einem mehrteiligen, gedehnten Finale zurecht, in dem KungFu-Action-Total angesagt ist.
Zwei räumlich voneinander entfernte Duelle bestimmen hier den finalen Rhythmus..., doch fließt dies örtlich zusammen..., und ich will hier nicht all zu viel vorwegnehmen. Aber es muss ja nicht immer viel Blut und Tod am Ende geben..., das Ende ist mal anders, und konnte gefallen, und diesen Eastern letztendlich abrunden.

Viel gibt es über "End of the Wicked Tigers" nicht zu sagen..., ein insgesamt überzeugender Eastern für die eingefleischten Fans des Genres..., kein episches Meister-Superwerk, und vielleicht für die KungFu-Fans auch mehr was für "zwischendurch".
Fans von Sammo Hung und Wilson Tong kommen auf ihre Kosten..., und auch Charles Heung und Lee Ka-Ting sind Top-Fighter in diesem KungFu-Film vom Fließband der Massen-Produktion aus Hongkong.

7/10.

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