The Black & The Furious
Auf den ersten Blick im Windschatten von „Pimp My Ride“ und der berühmt-berüchtigten Autosaga mit Vin Diesel, kam Anfang der 2000er ein waschechter Black Cinema-Biker“traum“ ins Kino. Mit etlichen bekannten Gesichtern wie Terrence Howard oder Kid Rock, über illegale Motorradrennen in L.A. und eine Spritfehde mit tödlichem Ursprung…
Laurence „Wheelie“ Fishburne
„Biker Boyz“ ist ein seltsamer Film. Wenig Racingaction. Viel familiäres Drama abseits der (illegalen) Rennstrecken. Oft musikvideoartige Züge. Total 00er-Jahre. Aber dennoch keine totale Grütze. Wer mit Blacksploitation samt Ernsthaftigkeit und recht untrashigem Ansatz etwas anfangen kann, der kann hier auf seine Kosten kommen. Viele bekannte Gesichter, viele tragende Dialoge im Ghetto. Fishbourne ist und bleibt halt 'ne echte Charakterfresse. Vater-Sohn-Drama, das manch eine südamerikanische Soap eifersüchtig machen könnte. Black Music Soundtrack mit viel Bass und Kraftausdrücken - versteht sich von selbst. Träger und unsexier als ich gedacht hätte. Dagegen wirken selbst frühere „Fast & Furious“-Teile fast schon sexistisch. In „Biker Boyz“ gibt’s statt Bildern von wackelnden Hintern und knappen Bikinis viel philosophische Ratschläge irgendwo zwischen Vatersein und Mannwerden.
Sons of Memearchy
Fazit: Bikes & Blacksploitation - „Biker Boyz“ ist eine interessante und too-cool-for-schoolige Variante der Straßenrennen und Motorradbanden. Streng genommen manchmal unfreiwillig komisch und erstaunlich mäandernd. Nicht selten aber auch wirklich lässig. Und mit diesen bestimmten Früh-00er-Vibes inklusive Killersoundtrack, die für Jungs wie mich einfach „Jugend!“ schreien. Zumindest wenn man auf Hip-Hop steht/damals stand.