Review

iHaveCNit: Die Agentin (2019)
30.08.2019

So manchmal schaue ich mir gerne auch mal einen etwas ruhigeren Spionagethriller an und da kam mir die Romanverfilmung des Buches „The English Teacher“ vom Mossadexperten Yiftach Reicher Atir gerade recht, die von Yuval Adler inszeniert wurde und mit Diane Kruger und Martin Freeman in den wichtigen Rollen glänzen kann.

Thomas Hirsch ist Verbindungsmann beim Mossad. Eines Tages erreicht ihn ein Anruf von der seit einem Jahr verschollenen Agentin Rachel. Er soll prüfen, ob man Rachel überhaupt noch trauen kann. Während der Ermittlungen erinnert er sich an die Zeit, in der Rachel zum Mossad gestoßen ist und wie sie auf einen speziellen Einsatz in Teheran vorbereitet wurde, um dort an einen mit der iranischen Regierung in Verbindung stehenden Industriellen zu kommen, in den sich Rachel mit der Zeit zunehmend verliebt hat.

Bis auf wenige kleine, aber sehr effektive Spannungsspitzen ist „Die Agentin“ ein sehr ruhiges Spionagethrillerdrama, in dem man sich als Zuschauer genauso vage und unvorbereitet ins Geschehen geworfen fühlt wie es das für die von Diane Kruger gespielte Rachel und auch den von Martin Freeman gespielten Thomas Hirsch der Fall ist. Vor allem Diane Kruger und Martin Freeman spielen das auch richtig gut. Themen wie Moral, Loyalität, Vertrauen, Wahrheit, Lüge, Liebe werden hier verarbeitet und vor allem auch, was die Arbeit als Agent mit der eigenen Persönlichkeit anstellt und wie die geschaffenen Identitäten ineinander verschwimmen. Auch sehr interessant ist, dass der Film keine klare Konklusion am Ende bietet und den Zuschauer mit einem vagen, nachdenklichen Gefühl aus dem Film entlässt.

„Die Agentin“ - My First Look – 8/10 Punkte.

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