Dumbo und die Zirkusfabrik
Nach 80 Jahren darf man durchaus mal remaken,
doch dieser neue Pixelelefant wird leider kaum einen in seinen Grundfesten shaken.
Tim Burton und Disney, grundsätzlich passt das ja,
und weiterhin ist dieser kleine Rüssel der süßeste Star.
Wenn er schmollt oder grinst und schnieft geht das Herz auf,
nur hat das Maushaus mit ihren seelenlosen Remakes alles andere als einen Lauf.
Der neue fliegende Dickhäuter geht immerhin eigene, düstere Wege,
dennoch betritt man sicher nicht öfters als nötig dieses seelenlose Gehege.
Frisch aus dem Epizentrum von Gier und Macht,
habe ich wirklich selten gestaunt oder gelacht.
Eine Mischung aus „Tomorrowland“ und dem „Greatest Showman“,
ist dieser Aufguss im Kern doch erstaunlich low, man!
Alles wirkt wie ein großer Kompromiss,
selbst wenn ich das hübsche Spektakel nie betiteln würde als Driss.
Immerhin die Nebenhandlung um Kommerz und Riesenkonzerne,
war überraschend kritisch und ich seh diesen Ansatz schon gerne.
Doch von den Live-Action-Remakes würde ich „Dumbo“ nicht höher als Mittelfeld einordnen,
da kann die Show noch so gute B-Noten horten.
Fazit: artifiziell, aber audiovisuell allermeistens atemberaubend. Zudem mit noch genug Burton-Flair, exzellent besetzt (trotz Autopilot bei einigen Stars!), mit einem kleinen Elefanten, den man nur lieben kann und zudem noch mit einer unübersehbaren subversiven Seite gegen Gier und das Maushaus. Aber irgendwie... fehlen dennoch etwas Magie und Seele. Überraschend schnell vergessen!