Review

Wein, Weiber, Witze, Wiesen


Eine Clique mittelalter Frauen trifft sich seit langem mal wieder und startet in ein Wochenende in einem luxuriösen Ferienhaus nahe eines Weinguts - doch der leckere, alkoholische Rebsaft bringt natürlich auch die ein oder andere Spannung in der lustigen Truppe hervor... „Wine Country“ bietet das Who-Is-Who der weiblichen Comedyszene Amerikas - liefern die reifen, zum Teil runden, aber nie lahmen Ladies auch ab? 

Sagen wir mal so: die Chemie stimmt, das Setting stimmt, einige Jokes stimmen, die Songs stimmen, der Wein stimmt - und doch bleibt man etwas hinter seinen Möglichkeiten. Ein neuer „Bridesmaids“ ist das nicht. Eine schlechte Zeit jedoch noch viel weniger. Erst recht nicht, wenn man selbst einen guten Roten vor sich stehen hat und nicht davor scheut, ihn leer zu süffeln. Oder sogar ein paar Freunde im Gepäck und auf der Couch sitzen hat. Oder man in der gleichen Lebensphase ist, wie die porträtierten Damen. Doch Letzteres ist kein Muss. All das hilft aber natürlich enorm. „Wine Country“ rifft so vor sich hin, ist ein Figurenfilm, kein Geschichtenfilm, lässt viel Unperfektes durchgehen und wirkt nicht selten improvisiert und spontan - was ich mag! Es ist schön, auch mal ältere und alles andere als makellose Frauen zu sehen und bei einem „Party“-Wochenende zu begleiten, die Vibes wirken nie falsch oder gestellt, man kauft dem beeindruckenden Ensemble ab, dass die Ladies hier enorm Spaß hatten. In einer Nebenrolle brilliert Jason Schwartzman, es gibt genug Guilty Pleasure-Hits aus den 80ern und ich hatte definitiv eine solide Zeit. Denn das Leben ist zu kurz, um auf die Paella zu warten ;)

Fazit: bei einem solchen weiblichen US-All Star-Comedy-Cast hätte man zwar noch viel mehr erwarten können - dennoch haben mir (M, 31, deutsch !!!) diese reifen, raunchy Ladies durchaus einen guten Abend bereitet. Natürlich mit einem guten Weinchen. Oder auch zwei bis dreizehn... ;)

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