Review

iHaveCNit: After The Wedding (2019)
21.10.2019

Bevor der gute Mads Mikkelsen durch die Rolle des Bondgegenspielers „Le Chiffre“ in meinem Lieblingsbondfilm „Casino Royale“ weltweite Bekanntheit gewonnen hat, war er in seiner dänischen Heimat bereits ein Star, der bereits mit Schwergewichten wie Susanne Bier und Anders Thomas Jensen zusammen gearbeitet hat. Eine dieser Zusammenarbeiten ist das Drama „Efter Bryllupet“, das in Deutschland unter dem Titel „Nach der Hochzeit“ in die Kinos gekommen ist. Ganze 13 Jahre später liefert uns nun Hollywood ein Remake des dänischen Dramas, was vor allem mit zwei starken Hauptdarstellerinnen und einem Geschlechtertausch glänzen kann.

Isabella ist Entwicklungshelferin in Kalkutta und leitet ein Waisenhaus. Die Zeiten sind jedoch sehr schwer, da dem Haus das Geld ausgeht. Doch die reiche Managerin Theresa einer Medienagentur bittet Isabella nach New York, bevor sie in das Projekt investieren möchte. Da jedoch am gleichen Wochenende auch Theresas Tochter Grace heiratet, bittet Sie natürlich Isabella auch als Gast bei der Hochzeit dabei zu sein. Doch dann merkt Isabella bei der Hochzeit, dass Theresa scheinbar nicht zufällig auf sie aufmerksam geworden ist.

Ich habe vor knapp 2 Wochen auch das dänische Original endlich mal nachgeholt in Vorbereitung auf das Remake und ich war mal gespannt darauf, wie der Film in seiner Grundstruktur angepasst wird, wenn hier quasi die Rollen, die vorher von Mads Mikkelsen und Rolf Lassgard gespielt wurden, nun von Michelle Williams und Julianne Moore übernommen werden und die Rolle von Sidse Babett Knudsen hier von Billy Crudup gespielt wird. Die gewählte Lösung ist sehr interessant, wirkt an manchen Stellen jedoch etwas flach und in der Umsetzung etwas holprig. Das Drama hat mich auf jeden Fall emotional bekommen, da sowohl Williams als auch Moore ein sehr tolles Schauspiel an den Tag legen. Doch dem Regisseur Bart Freundlich gelingt es nicht ganz, die Sogkraft des Originals zu erreichen, auch wenn er sich bis auf die durch den Geschlechtertausch bedingten Anpassungen sehr stark und fast sklavisch an das Original hält. Und auch so gut ich hier Williams und Moore finde, so komme ich nicht drumherum, dass das Quartett des Originals aus Mikkelsen, Lassgard sowie Sidse Babett Knudsen und Stine Fischer Christensen wesentlich besser als das Quartett aus Williams, Moore, Crudup und Abby Quinn gefallen hat.

„After The Wedding“ - My First Look – 7/10 Punkte

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