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Ein Polizist (Peter Weller) wird von brutalen Verbrechern zusammengeschossen. Unter Einsatz modernster Technologien wird er zu einem widerstandsfähigen Maschinenpolizisten umkonstruiert. Doch den scheinbar perfekten Gesetzeshüter plagen traumatische Erinnerungen an seine Erschießung und die korrupten Machenschaften seiner Schöpfer…

Mit faszinierender tricktechnischer Perfektion erweckt Paul Verhoeven eine ebenso fesselnde wie barbarische Zukunftsvision zum Leben, in der sich die Angst vor einem völlig aus den Fugen geratenen Verbrechenswachstum mit den unheilvollen Befürchtungen des Frankenstein-Mythos verbindet. Mit einigem Geschick arbeitet Verhoeven Fragen über den Machbarkeitswahn der Wissenschaft, das Ethos der Verbrechensbekämpfung und die Automatisierung menschlicher Abwägungsprozesse ein. Vergleichsweise plump erscheinen dagegen die satirischen Seitenhiebe gegen die Meinungsmache der Medien sowie die unseriösen Werbe- und Kommerzpraktiken im Politbetrieb. Die gerissene Inszenierung, die mutwillig zwischen blanker Heroisierung und schmerzhafter Entlarvung umherschleudert, kann leider unter dem relativierenden Eindruck der gedankenlos zum Einsatz gebrachten, mitunter billigen Konsenslacher ihr verunsicherndes Potenzial nicht gänzlich entfalten.

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