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ROBOCOP - einer der besten Actionfilme aller Zeiten!

Paul Verhoeven, holländischer Regie-Export mit Hang zum Wahnsinn, inszenierte 1987 einen der stimmigsten und besten Actionfilme, welcher auch noch heute, gute zwanzig Jahre später, seine feste Fangemeinde hat, zu der ich mich uneingeschränkt zuzähle.
Hier wurde eine wohl kaum zu improvisierende, lakonische Tour de Force erschaffen, welche die schwierige Gradwanderung zwischen bitterbösem Actionthrill und bissiger Satire wie ein Kinderspiel meistert.
Ist man zunächst amüsiert über toll ausgearbeitete, sozialkritische Werbefilmveralberungen (ich sage nur "6000 SUX" - muhahahaha!), so wird man in nächster Sekunde mit endkrassen Gewaltszenen konfrontiert, welche eine schon fast indexwürdige (z. B. die Erschießung Murphies) Visualität erreichen. ROBOCOP strahlt etwas sehr Respekteinflößendes und Schwüles aus. Zwar kommt die menschliche Komponente nicht zu kurz, wann immer aber Clarence Boddicker (fantastisch gespielt von Kurtwood Smith) mit seiner Gang auftaucht, um seinen Mitmenschen die Suppe auf sadistischste Weise zu versalzen, ist man gleichermaßen amüsiert wie auch angewidert - so war es sicherlich gewollt, ist aber teilweise schwer verdaulich.

Die Darstellerriege ist insgesamt erstklassig. Die beste Leistung bringt wohl (der bereits erwähnte) Kurtwood Smith, der sicherlich seinen nicht zu unterschätzenden Beitrag geleistet hat, das Endprodukt ROBOCOP zu einem absoluten, zeitlosen Highlight zu machen. Peter Weller haucht dem von ihm verköperten Cyborg echtes Leben ein, und nimmt gleichzeitig mit den stereotypen Bewegungen seiner Figur den Film auf die Schippe - hätte man nicht besser machen können!

Summar summarun spielt ROBOCOP in allererster Liga. Jeder Film mag subjektiv auszulegende Geschmackssache sein, ROBOCOP hat aber Qualitäten, an denen es nichts zu deuten gibt.

Stramme 9 Punkte für ROBOCOP

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