Paul Verhoevens erklärte Absicht war es, mit "Robocop" einen der (wenn nicht gar DEN) blutigsten und brutalsten Kinofilm aller Zeiten zu schaffen. Wenn man bedenkt, was von den ursprünglich 142 Minuten (!!!) seines Werkes nach unzähligen Schnitten übriggeblieben ist, war er mit seiner Realisierung des Projekts wahrscheinlich sehr nahe dran. Leider wird wohl niemand die endgültige Fassung je zu Gesicht bekommen. Zum Film selber: Grelles Genre-Kino in typischem 80er-Jahre-Design, mit brillanten Special Effects und (man staune) auch einigen ruhigen nachdenklichen Momenten zwischen der ständigen Aneinanderreihung von Explosionen und Schießereien. Selten sah man im Action-Kino der Achtziger derart fiese sadistische "Bösewichter" wie Clarence und seine Ekelpakete. Wenn man den Film noch nie gesehen hat, empfehle ich unbedingt den Directors Cut auf DVD (v. a. wegen der Szene mit dem fehlgeschlagenen Auftritt von ED 209...).