"Robocop" darf getrost als Meilenstein des Science-Fiction bzw. Action - Films bezeichnet werden. Der zu jener Zeit international noch nicht so bekannte Regisseur Paul Verhoeven verstand es auch damals schon, eine auf den ersten Blick unoriginelle Handlung mit ätzender Gesellschafts- und Medienkritik so anzureichern, dass man den Film schon beinahe als Satire ansehen könnte. Sicher, die Action alleine ist schon mehr als erstklassig, aber durch die Verbindung mit der hintergründigen Message wird "Robocop" zu einem absoluten Klassiker.
Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt:
Der Polizist Murphy wird bei einem Einsatz von einer brutalen Gangsterbande ermordet. Jedoch wird sein toter Körper für ein Experiment der OCP - Omni Consumer Products mißbraucht. OCP will, aufgrund der eskalierenden Verbrechen in Amerika einen Super - Polizisten erschaffen, der niemals daneben schießt, keine Gefühle zeigt und praktisch unverwundbar ist.
Doch "Robocop" funktioniert nicht so einwandfrei, wie erhofft. Der menschliche Teil in ihm erinnert sich nach und nach an seine Vergangenheit und beginnt, Nachforschungen bezüglich des Mordes an Murphy anzustellen. Dadurch deckt "Robocop" eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise von OCP reicht.....
Wie eingangs schon erwähnt, ist die Handlung, obwohl an sich schon packend inszeniert, mehr oder weniger ein Aufhänger für Gesellschaftskritik an allen Ecken und Enden.
Die Schauspieler sind durch die Bank weg gut. Peter Weller nimmt man die Tragik in der Figur des Alex Murphy/"Robocop" von der ersten bis zur letzten Minute ab.Die Rolle von Officer Lewis spielt Nancy Allen, die ebenfalls überzeugen kann.
Hervorzuheben ist allerdings der geniale Kurtwood Smith, der den Oberpsychopathen Clarence Boddicker spielt, als hätte er nie etwas anderes getan.
Die Musik trägt ebenfalls ihren Teil zur Gesellschaftskritik bei. Wenn "Robocop" in fast schon comichafter Art und Weise die Verbrecher verhaftet und dazu das übermäßig heroische Thema erklingt, ist das Satire pur.
Alles in allem ist "Robocop" ein Muß für Cineasten, die sich an der Teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellung nicht stören.
9/10 Punkten