Manchmal kann man sich durch Kleinigkeiten fehlleiten lassen. In diesem Falle war es der Titel. Was sollte bei einem Film, der "Robocop" heißt, schon großes bei herauskommen? Und dann sieht die Hauptfigur auch noch dermaßen Panne aus...
Wie gesagt, ich habe mich fehlleiten lassen und bin ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.
Robocop spielt im Detroit des späten 21. Jahrhunderts und lässt einen gleich auf eine hoffnungslose Welt schauen. Die Polizei wird von den großen Firmen beherrscht, auf den Straßen grassiert die Gewalt, alles ist so gut wie aus den Bahnen gelaufen. In diesem Tohowabohu wird der junge Cop Murphy brutal bei einem Einsatz erschossen. Aufgrund dieser Umstände wird aus seinen Überresten eine Art Cyborg, der Robocop, geschaffen, die nahezu unzerstörbar ist. Anfangs läuft auch noch alles gut, bis Robocop Erinnerungen an seine Peiniger plagen. Er will Rache üben.
Robocop war und ist genial. Ähnlich wie in Starship Troopers versucht Regisseur Verhoeven neben den sehr brutalen Szenen auch Sozialkritik mit unterzubringen, was ihm nahezu immer gelingt. Die Schauspieler sind klasse, die Story zwar nicht neu, aber gut ausgearbeitet. Jeder, der auf Sci-Fi und brutale Schießereien steht, sollte sich Robocop unbedingt ansehen, denn RC hat alles, was gute 80er Actionfilme brauchen: Viel Blut, coole Optik und auf den ersten Blick wenig Sinn. Aber auch die unter uns, die gerne Filme analysieren und den tieferen Sinn suchen, werden bestens bedient.