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Die Story: Der junge Karrierecop Murphy (Peter Weller) wird nach Detroit versetzt, eine Stadt, wo täglich hunderte Verbrechen geschehen und die Polizei die Lage alles andere als im Griff hat. Der Konzern OCP, der die Polizei verwaltet und Detroit in eine "saubere" Stadt verwandeln will, arbeitet fieberhaft an dem "Supercop der Zukunft" , einem Kampfroboter namens AT 209. Doch das Projekt läuft schief - der Roboter wendet sich gegen einen OCP-Mitarbeiter - und wird für gescheitert erklärt. Dass Murphy bei einem gefährlichen Einsatz tödlich verwundet wird, kommt der korrupten Führungsspitze von OCP gerade Recht. Aus seinem geschundenen Körper und aus Maschinenteilen wird der RoboCop geschaffen, der mit höchster Effizienz gegen Kriminalität jeder Art eingesetzt wird. Doch irgendwann erwacht Murphys Geist in dem Kyborg und er vernichtet mit Hilfe der Polizistin Lewis (Nancy Allen) erst die, die ihm seine Menschlichkeit raubten und lässt dann OCPs kriminelle Machenschaften auffliegen.

Regisseur Paul Verhoeven verknüpft in "RoboCop" rasante Action und eine intelligente Story, gewürzt mit etwas Sozialkritik und schwarzem Humor zu einem filmischen Geflecht, bei dem es nicht leicht ist, ob man Lob oder Kritik dafür aussprechen soll: der Film wirkt an einigen Stellen etwas gewaltverherrlichend, wenn z.B. brutale Schießereien von einem triumphalen, tösenden Soundtrack (komponiert von Basil Poledouris) begleitet werden.
In einigen Szenen dringt aber auch intelligente und scharfe Sozialkritik durch, was den Gesamteindruck des Films wesentlich verbessert.
Die Effekte sind, wie man es bei einem Verhoeven-Streifen erwartet (man denke nur an den genialen "Starship Troopers"), blutrünstig gut. Man sparte nicht an bluttriefenden Einschusslöchern, in einer Szene wird "Noch-Mensch" Murphy von seinen Schindern mit Shotguns in Stücke geballert, was "RoboCop" hierzulande die Indizierung einbrachte - der Film ist eben nicht für kleine Kinder gemacht. Einzig der Stop-Motion-animierte AT 209-Roboter wirkt mit seinen wackeligen Bewegungen etwas lächerlich, worüber man eben hinwegsehen muss.
Das coole Kostüm - oder sollte man Haut sagen? - des RoboCops ist übrigens im Berliner Filmmuseum (Sonycenter) ausgestellt.

Fazit: "RoboCop" ist ein spannender Streifen, den jeder Sci-Fi-Fan gesehen haben muss, von den tumben Fortsetzungen, vor allem aber von den "Prime Directives"-Filmen sollte man allerdings die Finger lassen.

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