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Mit Robocop liefert Regisseur Paul Paul Verhoeven eine bitterböse Dark Future Satire ab, die zugleich als äußerst gelungener Actionfilm funktioniert.


Im Detroit der nahen Zukunft ist die Polizei privatisiert worden und wird, wie die gesamte Stadt, von dem mächtigen Konzern OCP (Omni Consumer Products) kontrolliert. Um während des geplanten Umbaus der Stadt (Projektname: „Delta City“) mit Effizienz gegen Kriminelle vorgehen zu können, entwickelt OCP unter Federführung ihres Vizepräsidenten Richard „Dick“ Jones den Kampfroboter ED-209. Bei dessen Präsentation kommt es aber zu einer tödlichen Fehlfunktion, worauf das Konzept des ehrgeizigen Robert Morton den Vorzug bekommt: Ein Cyborg-Polizeibeamter soll die Vorteile von Mensch und Technik miteinander verbinden.

Der Polizeibeamte Alex J. Murphy wird brutal ermordet, als er allein mit seiner Kollegin Anne Lewis einen waghalsigen Einsatz gegen den Unterweltboss Clarence Boddicker und seine Gefolgsleute unternimmt. Nachdem die Wiederbelebungsmaßnahmen scheitern, erhebt Morton Anspruch auf den Leichnam, um aus ihm den Prototyp eines Polizei-Cyborgs zu kreieren. Murphys Gehirn, Gesicht und weitere Teile seines Körpers werden in einen Roboter eingebaut. Ohne bewusste Erinnerung an seine Vergangenheit, ohne Persönlichkeit und mit einem „computergestützten Gedächtnis“ erwacht Murphy als Maschinenmensch zu neuem Leben. Bald etabliert sich dieser sogenannte „RoboCop“ als praktisch unbesiegbare und bei der Bevölkerung beliebte Universalwaffe gegen die Kriminellen der Stadt. Nur Murphys ehemalige Kollegin Anne Lewis ist skeptisch und erkennt im unpersönlichen Polizeiroboter ihren ermordeten Kollegen wieder. Durch Träume erhält auch der RoboCop Zugang zu Erinnerungsfragmenten aus seinem früheren Leben. Er beginnt nach seiner Identität zu forschen und macht schließlich Clarence Boddicker als Murphys Mörder aus....

Teils triefend vor Zynismus ist Paul Verhoevens offiziell erster Hollywood Film vor allem eine gnadenlose Abrechnung mit der scheinbar so verheißungsvollen Zukunft, welche angesichts der momentanen weltweiten Entwicklungen erschreckend reale Parallelen erkennen lässt. Ein Menschenleben zählt nicht viel während ein mächtiger Konzern nahezu alles tun und machen kann. Gepaart mit der nach wie vor hervorragenden Effekten, dem hohem Tempo und überzeugenden Schauspielern hat sich Robocop sehr gut gehalten.

Dazu kam man den Film aber einfach nur als Actionfilm betrachten denn auch hier punktet der Film mit seinen Action - Sequenzen, die Tricktechnisch überzeugen sind und zudem über dem gesamten Film verteilt sind.

So kann man angesichts der genannten Vorzüge auch darüber hinweg sehen das die Schurken unbestritten nur Abziehbilder sind und Robocop in Sachen Härte zum gewalttätigsten zählt was in den 80er gedreht wurde. Während allerdings zum Beispiel in dem kürzlich von mir bewertete dritte Death Wish Streifen die Gewalt zum Selbstzweck vorhanden war, verstärkt sie in Verhoevens Film nur den satirischen Grundton.

So gibt es von mir deshalb unter dem Strich die volle Punktzahl was heißt 10 von 10. 

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