Nach dem Tod ihres Vaters, eines Afrika-Forschers, leben die Geschwister Ellen (Lee Grant) & Cissy (Carol Kane) zusammen im großen alten Elternhaus, das z. T. sehr afrikanisch eingerichtet ist, da sich vor allem die jüngere Cissy für die Arbeit des Vaters begeistert. Im Haus gibt es auch einen Käfig mit einem Orang-Utan, um den sich Cissy kümmert. Das Verhältnis zwischen den Schwestern ist geprägt von einer Art Hassliebe, was bald ungute Dimensionen annimmt, da Cissy psychisch ziemlich gestört ist.
Ein ungewöhnlicher, etwas bizarr anmutender Psycho-Schocker von Karen Arthur, der ganz vom Zusammenspiel seiner beiden groß (& oft auch sehr intensiv) aufspielenden Stars lebt. Zwar tauchen noch ein paar andere Figuren auf, aber der überwiegende Teil des Streifens spielt im Haus & fokussiert sich auf die beiden ungleichen Schwestern. Und rasch entsteht da eine extrem unbehagliche, von Wahnsinn getränkte Stimmung, wo man das Gefühl hat, dass die Situation jederzeit eskalieren kann.
Kanes Performance als Cissy ist phasenweise so bedrohlich & beunruhigend & angsteinflößend, dass man kaum glauben kann, dass Ellen sie nicht längst in die Psychiatrie einweisen hat lassen. Denn bei aller Liebe... wenn man bereits Angst haben muss, der Schwester den Rücken zuzudrehen oder sie allein im Haus zu lassen, dann ist die Linie, wo man denkt, alles im Griff zu haben, längst überschritten. Da darf man sich dann auch nicht wundern, doch nicht alles im Griff gehabt zu haben.