Die Zahnfee wird uns alle holen, denn durch solchen britischen Mumpitz verkürzt sich das Leben eines jeden geneigten Betrachters und die Dame hat leichtes Spiel. Fast könnte man meinen, dass Regisseurin Louisa Warren mit ihr unter einer Decke steckt.
Carla (Claire-Maria Fox) kehrt mit ihrem neunjährigen Ziehsohn zurück aufs Land, um von ihrer verhassten Mutter Jen (Claudine-Helene Aumord) einige Unterlagen zu besorgen. Als in der Nachbarschaft ein Kind ermordet wird, kramt Jen die Legenden der Zahnfee hervor, die sich alsbald bewahrheiten sollen…
Dagegen ist der „Fluch von Darkness Falls“ ausgeklügeltes Suspense-Kino, denn die stümperhafte Aufmachung offenbart bereits während der Exposition eklatante Schwächen.
Angefangen über die schlechte Ausleuchtung, über den konfusen Schnitt und die unstetige Kamera bis hin zu den amateurhaften Mimen. All das ändert sich innerhalb der 86 Minuten nicht wirklich.
Die Zahnfee taucht ohnehin nur provisorisch und am Ende auf, damit es so etwas wie einen Showdown gibt, dazwischen sondern die Laiendarsteller stümperhaftes Zeug ab, was durch die üble Synchro nur noch schlimmer klingt. So wird Liebemachen nur bis zur ersten Rippe gefilmt, Tochter Carla schaut aufgrund plastischer Eingriffe älter als ihre Mutter aus, späte Gegenwehr besteht aus einer mit Limonade gefüllten Wasserpistole und bei alledem dürfte der ausgestreute Zucker annähernd das Teuerste gewesen sein.
Die Maske der Zahnfee wurde offenbar aus Stoff und Latexresten angefertigt und mal eben wie eine Gardine übers Gesicht gehängt und auch in Sachen Blutvergießen läuft nicht viel, zumindest nicht für eine FSK18. Hammerschläge werden mit sichtlich gedämpfter Wucht gesetzt und erzeugen rote Hautirritationen, für ein totes Kind müssen Beine hinterm Bett und eine Blutlache auf selbigem reichen und letztlich landet ein Zahnbürstenstiel im Hals, was fast schon annehmbar aussieht.
Ansonsten nix mit Spannung, Atmosphäre oder gar Trash, denn das Treiben nimmt sich furchtbar ernst und erzeugt auch sonst keine Szenen zum Schmunzeln.
Wenn ein Großbrand so dargestellt wird, dass hinter einem ohnehin schon blinden Fenster eine Kerze flackert, sagt das eigentlich schon alles über den cineastischen Moloch aus.
2 von 10