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Schon seit Jahrhunderten bereiten die Anhänger des Vampirfürsten Montrak dessen Wiederauferstehung vor. Doch eine Gruppe von Vampirjägern, genannt die Bloodguns, bereiten sich ebenfalls schon auf die bevorstehende Machtübernahme durch den Herr der Finsternis vor und metzeln ordentlich dunkle Kreaturen um herauszufinden, wo das Ritual abgehalten werden soll. Das alles ist Frank eigentlich ziemlich egal, will er doch nur das Herz der Vorstadttussi Tanja erobern. Plötzlich geraten die Ereignisse durcheinander und Frank ist mittendrin im Kampf um den Fortbestand der Menschheit.

Mein lieber Herr Gesangsverein, hier geht die Luzie ab und der Bär steppt im Dreieck der Zuschauerhirnrinde! Los geht die wilde Hatz im Mittelalter, wo “Premutos“-like in das nervenaufreibende Spektakel eingeleitet wird. Kurz darauf werden wir Zeugen von Frank’s (Stefan Schwenk) Wichsversuchen, welche von zweifelhaftem Erfolg gekrönt werden. Das ist Pfui, Bäh und eigentlich wollte man so was seit Ittenbach’s onanierendem Pfarrer nicht mehr sehen, oder? Pustekuchen! Wenn selbst Hollywood mit Fäkalienspäßen um sich wirft, kann das Stefan Schwenk schon lange! Der absolute Oberburner steht auch schon sofort in Gestalt von Kumpel Mario parat. Bei sexueller Erregung muss dieser erstmal auf dem Klo den Darm entleeren und greift zur Ersatzbefriedigung auch mal zu fremden Staubsauger (sic!). Ganz ab von diesen pubertären Entgleisungen und Prollsprüchen der Marke „Boaaarr, hier is ja noch trockener als inner Fotze von meiner Exfreundin.“, gibt’s aber auch SPLÄÄÄDDDDÄÄER! Jepp, richtig gelesen, ein solch ausuferndes Geblute sollte auch mit der richtigen Bezeichnung versehen werden. Ähnliche überzogene Exzesse mit dem roten Saft kennt man im Amateurbereich ja schon zu Hauf. Hier ein zerschossener Kopf oder eine abgehackte Hand und zur Krönung noch gleich das Abschneiden einer „Vampirtitte“. Zwar kann Schwenk weder dem Amateur noch dem Vampirfilm neue Impulse geben, aber seien wir mal ehrlich, erwartet hat das ja wohl auch keiner. Eine gelungene Idee allerdings ist die Proletentruppe mit dem schönen Kampfnamen Bloodguns und deren Folterlager für Vampire um an Informationen zu kommen. Was im Film auch noch verherrlicht wird, ist Weißbier saufen und Ketterauchen. Besonders in den ersten 15 Minuten scheint “Montrak“ ein Werbefilm für Raucher und solche, die es werden wollen, zu sein. In der saucoolen (LOL) Szenekneipe „Poltergeist“ rockt auch der Papst im Kettenhemd. Hier findet so viel jugendkultureller Verkehr statt, wie man ihn sonst nur von netten alten Damen kennt, die man zum Nachbarn hat. Genial kommt der Partystreifen durch seine krude „Bei-Tante-Inge-im-Wohnzimmer“-Atmosphäre. Das bei Amateurfilmen so beliebte Wir-haben-kein-Geld-also-lasst-uns-Spaß-haben-Modell wird von Schwenk jede Minute voll ausgekostet! Und was soll ich hier noch weiter schreiben, das Fazit is doch eindeutig: Fans von Ultra Low Budget Splatter (äh…..SPLÄÄÄDDDÄÄRR!) sind hier genau an der richtigen Adresse und werden rund 75 Minuten Spaß haben und das ein oder andere Bier verdrücken um den Kippengeschmack im Hals runter zu spülen! In diesem Sinne: Ein Prosit auf Stefan Schwenk und Timo Rose, der uns diesen Partykracher als SOI-DVD beschert. So, jetzt schön Player anwerfen, Bier inne Pfote und SSSSSPPPPLLLLÄÄÄÄÄDDDDÄÄÄRRR!!

Unter Vorbehalt mal 6/10

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