Review

Hach, was für ein schönes Großstadtmärchen! Amélie lässt grüßen. Cleo ist aber zum Glück keine Kopie, der Film macht schon sein eigenes Ding. Trotzdem, wer bei Amélie zu würgen beginnt, sollte auch um die Cleo einen großen Bogen machen. Im Umkehrschluss heißt das wiederum, dass die Chancen gutstehen, dass man auch die Cleo mag, wenn man die Amélie liebt.

Marleen Lohse (Cleo) ist keine Audrey Tautou (Amélie), aber der hübsche Rotschopf ist ähnlich liebenswert & zauberhaft & so richtig gut geht es ihr gar nicht. Sie denkt nämlich, dass sie allen, die sie liebt, Unglück bringt (ihre Mutter ist bei ihrer Geburt, ihr Vater als sie zehn war, gestorben, während er ihr bei einer Schatzsuche geholfen hat), weswegen sie eine Mauer um ihr Herz gebaut hat & niemanden mehr an sich ranlässt. Notgedrungen tut sie sich mit Paul (Jeremy Mockridge) zusammen, der eine Karte hat, die zu einem legendären Schatz führen soll. Zu diesem Schatz gehört eine sagenumwobene Uhr, mit der man die Zeit zurückdrehen kann.

Cleo ist: Eine Liebeserklärung an Berlin inkl. einigen hübsch aufbereiteten Geschichtsminuten. Eine abenteuerliche Schnitzeljagd. Eine wunderbare Tragikomödie. Eine gefühlvolle Love-Story. Ein gutmütiger Geisterfilm. Ein versponnener & verträumter Film, der ja sagt zum Leben, trotz der Knüppel, die einen immer wieder zum Stolpern bringen & auf die Fresse fliegen lassen. Umgesetzt ist die Geschichte sehr fantasievoll, ergänzt durch viele saucoole Effekte, die ein dickes, fettes Grinsen auf mein Gesicht zauberten. Dass es gegen Ende sehr emotional & kitschig wird... geschenkt.

Cleo ist einfach ein sehr schöner Film, der in seinen besten Momenten Magie versprüht. Und das Wonderful-Life-Cover, interpretiert von Lohse selbst, finde ich auch super.

Details
Ähnliche Filme