Die Macher von "Ich seh Ich seh" haben hier für den internationalen Markt ein Werk abgeliefert, dass ähnlich funktioniert wie ihr gefeierter Erstling.
Eine junge Frau, die wohl früher einmal psychische Probleme hatte, diese aber dank Medikamenten gut im Griff hat, fährt mit den beiden Kids ihres Freundes in eine verschneite Berghütte. Der Freund muss beruflich für ein paar Tage weg, so dass sie mit den beiden Kindern, die sie überhaupt nicht mögen alleine ist. Bald schon häufen sich komische Vorfälle, die den Schluss nahelegen, dass sie bereits gestorben ist und nur noch als Geist existiert. Oder spielen die Kinder da ein teuflisches Spiel?
Der Psychothriller ist ordentlich gefilmt und gespielt, gerade auch Jaeden Martell beweist mal wieder, was für ein guter Schauspieler in ihm steckt. Der Horror findet weitestgehend im Kopf statt, zunächst ist alles nur ein Gedankenspiel und lebt von der Frage, ob das was passiert echt ist oder nicht. Nach der Auflösung wirds dann etwas fieser und handfester und mündet in ein makaberes Finale. Wäre der Film etwas kürzer und nicht so karg und trist geworden, hätte er mir vielleicht noch besser gefallen.
Der Film ist gut gemacht, wirkt aber etwas spröde und langatmig. Super spannend ist er nun nicht gerade, weshalb ich dann auch nur 6 statt 7 Sterne vergebe. Der gefeierte Vorgänger war deutlich besser als der vorliegende Film, wer aber weder "Ich seh Ich seh" noch das US-Remake "Goodnight Mommy" kennt, bekommt hier einen schönen kleinen Mindfuck präsentiert, der doch den einen oder anderen etwas überraschen könnte.