Review

Bei diesem Film, der wie alle Filme mit Soledad Miranda im Jahr 1970 entstand, kann man erkennen, wie dicht Genialität und Trash beieinander liegen.
Dies ist mit Sicherheit einer der besten Werke des spanischen Trash-Meisters Jess Franco, zumal er mit seiner Hauptdarstellerin ein großes Plus im Haben verbuchen kann. Der Regisseur verleiht den Hauptfiguren ungewöhnlich viel Tiefe, sodass man die inzestuöse Beziehung zwischen Vater-wieder einmal sehr gut verkörpert von Stammdarsteller Paul Müller-und Tochter nicht einfach hinnehmen muss.
Zuerst durchaus angewidert oder zumindest erschreckt, fasziniert sich die junge Tochter mehr und mehr für die Perversion ihres Vaters und wird schließlich zu seiner Gehilfin und Geliebten.
Einige Sequenzen sind schlicht unglaubwürdig-wie der kurze und viel zu schnelle Ausflug mit dem Flugzeug-aber trotz alledem verfügt der Film über eine ganz eigene Logik, die das Geschehen und die Triebkraft der beiden plausibel macht.

Einmal mehr beweist Soledad Miranda ihre erotische Leinwandpräsenz und Paul Müller ist sowieso eine Bank. Auch der Chef himself (Franco) liefert als Inspektor Tanner eine routinierte Vorstellung ab.

Einer der besten Filme vom Trash-Papst. Franco am Übergang vom eigenwiiligen Kunstfilmer zum Exploitation-Kino. Ein Zwischenfilm.

7,5 / 10 Punkte

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