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Es ist der dritte Teil der "Canon-Ninja-Reihe" und Sho Kosugi steht endlich in der Headline, taucht mit seinem Charakter, dem Ninja Yamada, aber erst spät, nach einer guten halben Stunde, im Film auf. Um es kurz zu machen, die Handlung des Films ist hanebüchen, die Action und die Kampfszenen sind aber mehr als ordentlich, der "Bodycount" gerade in der Anfangsszene ist beachtlich.

So fängt der Film mit einem Mann an , der sich in eine Höhle begibt, um sich dort in einen Ninja zu verwandeln. Kurz danch erlebt der Zuschauer, wie dieser Ninja auf einem Golfplatz einen Wissenschaftler (das erfährt man aber erst sehr viel später) samt seinen Leibwächtern ermordet. Unter den zahlreichen Polizisten, die angerückt kommen, richtet der Attentäter ein wahres Gemetzel an. Seine Fähigkeiten scheinen unbegrenzt zu sein, sogar einen Kugelhagel der Polizei übersteht er. Schwer verletzt kann er entkommen und begegnet der Fernmeldetechnikerin Christie. Während er stirbt, kann sein Geist in sie fahren, so dass sie von nun an immer wieder von ihm übernommen wird. In diesen Momenten beginnt der "Black Ninja" seinen Rachefeldzug gegen die Polizisten, die ihn zuvor zur Strecke gebracht haben.

Alles in Allem entsprechen die schauspielerischen Leistungen denen eines klassischen B-Movies. Lucinda Dickey spielt recht ordentlich die Fernmeldetechnikerin Christie, die nebenbei auch als Aerobictrainerin im Film auftritt. Auch in den Szenen, in denen sie übernommen wird, kann sie in gewissem Maße überzeugen. Ihr Filmpartner Jordan Bennett als Polzist Billy Secord fällt dagegen deutlich ab, so dass man sogar Sho Kosugi ein größeres Schauspieltalent einräumt. Kosugi ist in den Kampfszenen wie gewohnt brilliant und zeichnet in diesem Film auch für die Kampfchoreografie verantwortlich. Aus diesem Grund hege ich die Vermutung, dass er zu Beginn auch als maskierter "Black Ninja" zu sehen ist.

Regisseur Sam Firstenberg gelingt insgesamt ein unterhaltsamer Ninjafilm, sein zweiter nach "Revenge of the Ninja". Störend sind allenfalls die vielen "mysthischen" Elemente, die der Film aufgrund seiner "Geisterstory" aufzuweisen hat. Da quillt vor allem nachts viel Nebel aus Schränken und Spielekonsolen, auch fliegt ein Samuraischwert (als Verkörperung des bösen Geistes) durch den Raum und bedroht die Protagonistin. Unverkennbar sind die Anleihen die zum Beispiel an "Poltergeist" genommen wurden: Unheimliches Licht strömt aus den verschlossenen Türen des Wandschrankes. Als sich dessen Türen öffnen, wird die Hauptdarstellerin von einem unheimlichen Sog zum Schrank hingezogen.
Kameraführung und Schnitt bleiben unauffällig und routiniert - hier wird nichts Neues ausprobiert.
Gelungen ist der Soundtrack von Dave Powell, der herrlich an die 1980er Jahre erinnert - leider ist er nicht erhältlich.

Fazit: Ein unterhaltsamer Film ohne große Längen, der vor allem durch seine Actionszenen zu überzeugen versteht, weniger aufgrund der hier geschilderten Handlung (warum sollte zum Beispiel ein Polizist im Dienst mit zwei Frauen ins Dampfbad gehen? Klar, um sich töten zu lassen...). Aber nach der Handlung sollte man hier nicht fragen!

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