Review

Eine Butterfahrt der amerikanischen Botschaft auf den Philippinen wird von Terroristen entführt. Zur Rettung der Geiseln werden Spike Shinobi [ Sho Kosugi ] und sein Team aktiviert....

Nur als schlechter Scherz zu nehmender Actiontrash, der über Null qualitative Fähigkeiten verfügt und auf der ganzen Linie echt lächerlich ist. Das einzige, was man gutheissen kann, ist das schöne Bildformat und einige der Mädels.
Der Grundplot trägt ja noch normale Züge, wäre ja auch nicht der erste Film mit dieser Story. Was daraus allerdings gemacht wird, spottet jeder Beschreibung und lässt sich in Worte auch schlecht festhalten, seeing is believing.
Eigentlich hat man auch schon in den ersten 5 Minuten gesehen, dass nicht draus wird; der Opener stellt eine Befreiungsaktion nach und unsere Helden vor.
Nachdem sie die Bewacher nacheinander "eliminiert" haben - wobei diese entweder vorher schon im Wachkoma gestanden oder irgendwelche Trägheitspilze konsumiert haben - folgt die im James Bond Stil gehaltene Titelsequenz.
Maurice Binder konnte man sich nicht leisten, deswegen stellte man 3 Aerobicgirls und einen halbnackten Kosugi in einen weissen Raum und lässt zu einem furchtbaren Plärrsong sowas wie eine Choreographie vollführen.
In dem Ton geht es weiter, den ganzen Film durch, wobei man sich angesichts des Treibens auf dem Bildschirm zwischendurch nicht wirklich sicher sein kann, ob das Filmteam nicht doch eine Parodie fertigen wollte.
Dagegen sprechen 2 versuchte Vergewaltigungen, ein gemässigter Bodycount und eine doch sehr schmerzhafte aussehende Gesicht"explosion".
Szenen wie der Kampf gegen 4 Zwerge, ein Münchener Oktoberfest im Terroristenlager samt Volksmusik, der hibbelige Altnazi im Rollstuhl, der Affe mit Windeln, der Todessprung von einer gerade mal 3m hohen Brüstung und die Melonenninja's tragen aber eindeutige Züge einer Verarschung, sowas kann eigentlich keiner ernst meinen.
Teilweise war das dann auch wirklich dämlich - lustig, wie das schon fast obszöne Entfernen eines Pflaster vom Mund einer weiblichen Geisel [ sie machts selber ab; sieht aus, als ob sie sich dabei in ganz anderen Gefilden befindet ], oder wenn Kosugi seine Unterwasserverfolger abschüttelt, indem er ihnen einfach das Bikinioberteil abreisst.
Andere Sachen, besonders die so miserablen Terroristen, dessen nervendes Laienspiel und Augenrollen schon nicht mehr als Chargieren bezeichnet werden kann, tun dann allerdings schon sehr weh.
Wirkliche Action ist auch nur am Ende anzutreffen, wenn "Foxy", "Macho Man" und "Lollipop" sich in den Dschungel begeben; ist im Vergleich zum Rest des Filmes passabel.
Da Kosugi auch seine 2 Buben Kane und Shane unter den Geiseln dabei hat, gibts natürlich auch Kinderkloppe; unnötig zu erwähnen, dass sich die Terroristen von 10jährigen fertig machen lassen.
Kampfchoreographie von Kosugi höchstpersönlich kann man übrigens auch in die Tonne kloppen, er kommt genau 1x wirkungsvoll rüber.

Wer mal herzhaft Kopfschütteln will oder darüber lachen kann, soll sich den Film gerne antun. Ansonsten ist das Rotz.

Achso, der im Film mitspielende Ken Watanabe ist nicht der Oscarnominierte von LAST SAMURAI.

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