Da Paul Verhoeven´s "RoboCop" einschlug wie eine Bombe, nämlich in den Kinokassen, brachte man drei Jahre später eine sehr originelle Fortsetzung heraus. Dieser zweite Teil kann fast mit dem Original mithalten, während die restlichen Kopien nur lau sind. Drehbuchautor Frank Miller verfasste die Story und Jon Davison, welcher schon den Erstling produzierte, ist auch hier wieder als ausführender Produzent dabei. Man brauchte für " RoboCop 2 " fast das doppelte an Budget. An der Kamera hatte man Profi Mark Irwin, welcher einen sensationellen Job macht. Da Regisseur Paul Verhoeven gerade " Total Recall " drehte, suchte man sich Auftragsregisseur Irvin Kershner aus.
Story:
OCP will Detroit City nun entgültig an sich reißen. Daher schröpfen sie die Polizei, so dass sich die Kriminalität immer weiter ausbreitet. Außerdem ist die neue Droge "Nuke" im Umlauf, welche von Drogenbaron Caine ( Tom Noonan ) und seiner Organisation hergestellt wird. Doch RoboCop Murphy ( Peter Weller ) und seine Partnerin Lewis ( Nancy Allen ) sagen dem Verbrechen den Kampf an. Aber OCP bringt eine neue Roboterausbaustufe heraus, welche bald Amok läuft.
Man versucht hier gar nicht eine kluge Story zu zeigen, oder sich vom Original zu unterscheiden. Kershner führt hier Verhoeven´s Stil weiter, nur mit einer wesentlich einfacheren Story. Die sozialkritischen Untertöne kann man nicht überhören, vor allem die Kinderkriminalität ist verblüffend und auch die Medienschalten sind gegeben. Ansonsten folgt man dem typischen Gesetz der Fortsetzung. Mehr Action, ein höherer Bodycount und noch mehr Sachschäden. An Action gibt es hauptsächlich Shootouts und Verfolgungsjagden zu sehen, stets mit sehr blutigen Einschüssen und Dutzende müssen daran glauben. Aber nicht nur mit Menschen muss sich RoboCop herumschlagen, sondern auch mit einer neuen und größeren Ausbaustufe, welche bald Amok läuft. Die Tricks sind für damals sehr spektakulär, aber teils schon leicht veraltet. Trotzdem haut die Action richtig rein, denn was hier alles zu Bruch geht ist schon allerliebst. Außerdem ist sehr viel davon im Film vorhanden und gut verteilt. Da kann man dem Film auch die Vorhersehbarkeit verzeihen, welche nur mäßige Spannung erzeugt.
Der Score von Leonard Rosemann bedient sich beim Original, hat aber auch viele neue Sounds zu bieten. Bei der Kulisse hat man gegenüber dem Erstling auch kaum etwas verändert. Detroit ist wieder verbrecherverseucht, baufällig.
Peter Weller ist zum letzten Mal in der RoboCop Rolle zu sehen. Man kann ihn hier nicht als Schauspieler beurteilen, aber seine Nachfolger waren alle viel schlechter. Nancy Allen darf ihre Rolle beibehalten, steht aber nicht so im Mittelpunkt, wie im Vorgänger. Tom Noonan als Caine ist klasse besetzt und Daniel O´Herlihy als OCP Präsident bringt seine unsympatische Rolle sehr glaubhaft rüber.
Fazit:
Würdige Fortsetzung mit einfacher Story, aber brillanter Action. Blutige Shootouts mit höherem Bodycount, Verfolgungsjagden und viele Sachschäden, sorgen für Rasanz. Der Score erinnert leicht an das Original und die Kulisse ist auch fast die Selbe. Die Darsteller sind durchweg glaubwürdig.
Absolut sehenswert für Actionfans und Liebhaber des Originals ( wie ich Einer bin. )