"Robocop" war lustig, brutal, schnell und irgendwie total abgedreht (ähnliche Attribute, die auch auf "Starship Troopers", einem der neueren Filme von Verhoeven, zutreffen würden).
Der zweite Teil ist weder lustig - er kopiert eher lieblos den satirischen Unterton, in dem wieder total menschenverachtende Werbespots gezeigt werden -, noch ist er brutal (es gibt viele herkömmliche Action-Schießereien, aber nicht einmal wirkt der Film so subversiv-hart, wie der Vorgänger. Und was am schlimmsten ist: Er ist stinkendlangweilig. "Robocop 2" unter der routinierten Regie von Irvin Kershner ("Imperium schlägt zurück", "Sag niemals nie") wirkt irgendwie billig. Man sehe sich nur die schrägen Gauner an. Tom Noonan als Robocop in Böse bietet den typischen 1-zu-1-Gegenspieler, den es ja wohl in jedem Superheldencomic gibt. Der Rest? Ein minderjähriger Mörder, ein verkommener Vamp und ein Elvis-Presley-Impressario. Im Gegensatz zu den skrupellosen Gangstern aus dem ersten Teil wirkt diese Truppe wie ein Wanderzirkus.
Und auch die Story bremst sich kontinuierlich alle 20 Minuten selber aus. Als hätte "Robocop 2" gar nicht ein Film hätte sein sollen, sondern eine Serie. Alle 20 Minuten haben wir einen Höhepunkt und danach wieder Leerlauf. Entweder das, oder man hat ganz einfach 5 Storyideen zu einem Film zusammengeschustert. Beides wär denkbar, für den Zuschauer aber irrelevant, da der unbefriedigende Eindruck vorherrscht.
Aber natürlich hat auch "Robocop 2" auch seine guten Seiten, die Machenschaften bei OCP gehören noch zu den besseren Szenen, und auch die (hoffentlich gewollte) Selbstparodie des Robocops macht Spaß. Doch ein guter Film ist es nicht geworden - schon gar nicht im Vergleich zum Original.