Das futuristische Detroit Rock City versinkt zum zweiten Mal in Chaos und Verbrechen. Graffitis, Punker, Plünderer und schluffige Kurt-Cobain-Typen bestimmen das Stadtbild. Die Cops ziehen mit Slogans wie „Wir wollen mehr Geld! Wir wollen keine Gewalt!” streikend durch die Strassen. Das größte Problem stellt aber der fiese und hässliche Drogenbaron Cain (Tom Noonan, LAST ACTION HERO) dar, der die Modedroge „Nike“…, äh nein, „Nuke“ unters Volk bringt, welche man sich direkt in die Arteria Carotis spritzt, dann aber keine sichtbare Wirkung hat. Die Druffies exekutieren den Gesundheitsminister, jagen eine Drogenklinik in die Luft und sind im Besitz von Elvis’ Leichnam. Der veraltete Blechbulle halb Mensch halb Bierdose (Peter Weller, NAKED LUNCH) kriegt nix gebacken und wird von Cains Bande mittels Presslufthammer und Flex in handliche Einzelteile zerlegt. Nach seiner Wiederherstellung ist Roboklops plötzlich völlig weichgespült und diskutiert anstelle die Bösewichte zu Matsch zu ballern. Zeitgleich bastelt der Großkonzern OCB…, ach nein, OCP („Oral Cock Penis“) am Folgemodel „Robocop 2“. Mit ihrer Cyborg-Technologie erschaffen sie eine verbesserte Version des C3PO… Menno, ED-209, dem sie das Gehirn von Oberpsychopath Cain einpflanzen – voll logisch, oder!?
ROBOCOP 2 ist eine annehmbare, stellenweise aber auch arg lächerliche und hirnrissige Fortsetzung des gewaltbetonten Sci-Fi-Actioners von Paul Verhoeven. Regisseur Irvin Kershner (DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK, SAG NIEMALS NIE) und Comic-Guru Frank Miller (SIN CITY), der hier am Drehbuch mitschrieb, spinnen den Faden sinngemäß weiter. Der kybernetische Organismus ballert sich blutig durch mehrere Missionen, mäht mit seiner Wumme nieder, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, und sieht ohne Helm ordentlich zombiehaft aus. Dazwischen gesellschaftskritische Seitenhiebe in Form von Werbung für „Sunblock 5000“ und einem Kind in der Rolle eines brutalen Großdealers. Der Sarkasmus vom ersten Teil oder STARSHIP TROOPERS wird nicht erreicht. Dennoch bietet ROBOCOP 2 bleilastige Unterhaltung, abgefahrene Sci-Fi-Elemente und coole Knarren.
„Ist denn heute keine Schule?“ (Robocop)
Fazit:
Futuristische Actionfarce mit Höhen und Tiefen. So macht Polizeigewalt Spaß!