Nachdem ich von Robocop 1 hellauf begeistert war gibt es hier so einiges womit ich nicht zufrieden bin. Den ganzen Film über sieht man Parallelen zum legendären Vorgänger. Das altbekannte "ich klau einfach viel vom Vorgänger"-Virus hatte wohl den Regisseur infiziert. Schlimmer noch wurde anscheinend versucht noch mehr Genres in Robocop zu vereinen, denn Komödie ist neu dazu gekommen. Ungefähr ab der Mitte des Films gibt es fast schon in regelmäßigen Abständen Gags, dem Himmel sei Dank sind davon aber tatsächlich einige ganz witzig.
Storymäßig schmerzt dieses Sequel am meisten. Ein Kind als Gangsterboss kann man vielleicht in einem Samstagnachmittags Fernsehfilm einbauen, aber doch bitte nicht in ein Robocop Sequel! Dann auch noch die Sache mit Murphy's (Robocop's) "Witwe". Man hat natürlich erwartet das die verlorene Familie wieder thematisiert wird, aber wie dies in einer 7 Minuten Szene realisiert wurde dreht mir den Magen um! Wenigstens blieb uns die altbekannte Action erhalten, aber das reicht einfach nicht .
FAZIT: Es wundert mich ehrlich gesagt nicht das Hauptdarsteller Peter Weller nach Robocop 2 bei Teil 3 und der Miniserie nicht mehr mitmachen wollte. Nur den Film an sich (also nicht als Sequel) anzusehen läßt ihn als recht gelungen erscheinen. 7 Punkte, ganz knapp.