Review

Hatte die Anzeige für Jesus Christ Vampire Hunter in verschiedenen amerikanischen Horror-Fanzines gesehen und war selbstverständlich bereits vom Titel hingerissen. Über den Film selbst kann ich nach eingehender Betrachtung auch nicht viel Schlechtes sagen. Gottes Sohn höchst selbst – erst mit schlechter Perücke, dann mit geheimratseckigem Kurzhaarschnitt – kämpft gegen die Gothic-Zombie Armee eines leider weder verrückt noch wissenschaftlich aussehenden verrückten Wissenschaftlers. Die lesbische Kirchenagentin Mary Magnum und später Mexikos Wrestlinglegende Santo, wer läge näher oder auch nicht, stehen dem Prügelheiland fäusteschwingend zur Seite.
In der Optik diverser Achtziger Jahre Kurzfilmklopper, wie man sie zum Beispiel auf den erlesenen Sex, Gewalt und Gute Laune Videos aus dem Hause Jelinski und Buttgereit zu sehen bekam, haben ein paar kanadische Wrestling- und Punkrocknerds eine enorm hirnlose Actionkomödie gezaubert, die zwar ab und an das Blut in Kübeln die Kellertreppe herunterlaufen lässt, aber einen Horrorgehalt um die null Grad vorweist. Man stelle sich einfach einen Vampirfilm auf dem Niveau der Bud Spencer Trasher unserer Jugend vor. Das Ganze, wie erwähnt geschulte Wrestling-Kenner die Filmer, in den Schlägereisequenzen etwas besser choreographiert und in den Dialogen mit üblen kanadischen Akzenten nachsynchronisiert. Also: Der Welt erster Lucha Libre Jesus glänzt mit bemitleidenswert miesen Double Clotheslines, Side-Backbreakers und Standing Dropkicks, sagt „aboot“ statt „about“ und bricht alle Nase lang auch mal in Gesang und Tanz aus. Allein für letzteres Detail hat der Film bei yours truly schon gewonnen. Ay ay, el enmascarado de plata !!!

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