Review

Blödelei kennt viele Ausrichtungen und auch der Trash von Troma geht zuweilen über die Grenze des Erträglichen, wenn manche Einlagen zu plump, schrill und albern daherkommen.
Ähnlich sieht es bei dem Streifen von Regisseur Lee Demarbe aus, der für die Produktion wahrscheinlich sein kleines Sparschein im Nachtschränkchen schlachtete und danach keinen Film mehr drehte.

Jesus Christus ist auf die Erde zurückgekehrt und muss eine Mission erfüllen: Vampire kalt stellen. Unterstützung erhält er durch die kampferprobte Mary Magnum und den mexikanischen Wrestler Santos. Doch auch die Vampire um Golgatha und Maxine Shrek sind gerüstet und haben mit einem verrückten Professor noch ein As im Ärmel...

Zuweilen lässt sich schwer einschätzen, ob die Aufmachung eines billig produzierten Streifens bewusst dilettantisch gehalten ist oder ob es die Macher einfach nicht besser hinbekamen. Hier wackelt die Kamera in einer Tour und obgleich die Perspektiven variabel gewählt sind, ist die Optik der eines Homevideos aus den frühen Neunzigern gleichzusetzen.

Das improvisiert wirkende Amateurhafte durchzieht den kompletten Streifen, welcher sich natürlich zu keiner Zeit ernst nimmt, während Overacting der durchweg laienhaft performenden Mimen an der Tagesordnung ist.
Episodenhaft werden kleine Szenen aneinandergereiht, auf Logik, Kontinuität oder Sinn wird gepfiffen, so dass natürlich zu keiner Zeit Spannung aufkommt. Stattdessen stehen harmlose Gags, schlichte Situationskomik und vor allem billig choreographierte Fights im Vordergrund, die nicht von ungefähr an preiswert abgedrehte Kung-Fu-Streifen der Siebziger, einschließlich ähnlich gelagerter Musik erinnern.

Comichafte Sounds begleiten die Tritte, Schläge und Hiebe, hinzu kommen einige Zeitlupen und simpel getrickste Akrobatik, denn wirklich athletisch agiert hier keiner der Kämpfer.
Anfangs unterhält das und es kommt recht witzig, wenn annähernd 80 Kämpfer nach und nach aus einem Jeep steigen, doch auf Dauer gesellen sich einige Nervfaktoren wie unnötige Gesangseinlagen, schmierige Transen oder wiederholte Verweise auf irgendwelche Bibelstellen hinzu.

Sinn ergibt das Ganze letztlich selten und man sollte ein deutliches Faible für schräge, groteske und teils krude Handlungsverläufe mitbringen, um überhaupt etwas von dem eigenwilligen und nicht allzu blutigen Werk zu haben.
4 von 10

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