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Strenggläubige Christen können sich beruhigen: Ihr Heiland wird in dieser bizarren Trash-Satire nicht zu doll in die Mangel genommen. Zum einen ist der Humor von der niedlich-harmlosen Sorte und zum anderen wird hier weniger ein Glaube veräppelt als vielmehr nur das Pathos alter Bibelverfilmungen. Und würde er nicht gelegentlich aus dem Neuen Testament zitieren, würden man Jesus gar nicht als solchen erkennen: Er ist der kurzgeschorene, draufgängerische Actionheld von der Stange, spielt Schlagzeug und rammt den Blutsaugern u.a. Drumsticks und Klostampfer mitten ins untote Herz. Innerhalb des chaotisch-banalen Comedy-Gekloppes laufen dem Sohn Gottes auch noch Transen, Punker als Priester, Agentinnen im Lederoverall und maskierte mexikanische Wrestler über den Weg. Das ist schrill, das ist absurd und das ist funky (dank viel 70er Flairs). Der partytaugliche Fun Splatter wird zunehmend besser. Die Regie ist einwandfrei.