Review

Staffel 2


Texas Lightning

In der zweiten Staffel der „Umbrella Academy“ landen unsere sieben fehlerhaften, aber meist super sympathischen „Helden“ durch den apokalypsebedingten Zeitsprung ziemlich verteilt durch Zeit und Raum im Dallas der frühen 60er - kurz vor der Ankunft und Ermordung JFKs, kurz vor einem erneuten, diesmal nuklearen Armageddon. Schaffen die begabten „Geschwister“ es dieses Mal sich früher zusammenzuraufen, den Untergang der Menschheit endgültig zu verhindern und in ihre korrekte Zeit zurück zu kommen?! 

Antworten darauf werde ich liebend gerne nicht liefern. Gründe, warum die Serie spätestens jetzt aber zu den Highlights beim großen roten N gehört, dafür aber umso mehr...

WE ARE FAMILY
+ Figuren werden tiefer und glaubhafter denn je beleuchtet 
+ weiterhin enorm hochwertiger Look, fantastische Effekte 
+ ein unsterblich guter, abwechslungsreicher Soundtrack (mit etlichen famosen Covern bis zu den Backstreet Boys!) 
+ Familienzusammengehörigkeit jederzeit stark fühlbar 
+ Figuren extrem sympathisch - trotz all ihrer Schwächen 
+ einer der krassesten Cliffhanger seit Langem
+ Klaus (inklusive Ben!) rockt weiterhin 
+ Beziehung zwischen Diego und Lila
+ deutlich bessere Bösewichte als in Staffel 1 (sowohl die Schweden als auch die Händlerin)
+ bizarre Nebenfiguren 
+ epische Hintergrundgeschichte mit vielen Möglichkeiten 
+ zwischendurch absolut nicht zimperlich was Gewalt betrifft 
+ wirkt im Superherogenre noch immer wie ein frischer Wind 
+ viele kleine „Spatzen“
+ der Mini-Pogo
+ mehr Hintergrund, mehr Emotionen 
+ macht (trotz Zeitreisen) überraschend Sinn 
+ nimmt sich auch ein paar soziale Themen vor 
+ cooles Setting (mit z.B. geiler Mode)
+ immer noch Gänsehautscore 
+ Five vs. Five (und Aidan Gallagher allgemein!) 
+ episodischer, etwas zerstückelter Charakter/Aufbau passt 
+ nicht zu lange Episoden; kaum Filler
+ Klaus als Guru! 
+ Bens „Abschied“
+ einzigartiger Humor mit die größte Stärke 
+ mehr Tempo, weniger Langeweile 
+ brachiales Finale 
+ wird den Comics gerecht, ohne diese stupide zu kopieren 
+ hellerer, positiverer Ton

Fazit: besser, tiefer, größer, fetter, bunter, härter, verrückter, emotionaler - spätestens in diesem zweiten Jahr findet die „Umbrella Academy“ ihren Groove endgültig... und der macht unendlich Laune! Man will förmlich mittanzen und Part dieser sehr speziellen Familie sein. Trotz all ihrer Fehler, Probleme und Makel. (9/10)

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