Review

iHaveCNit: Ready Or Not (2019)
26.09.2019

Hin und wieder habe ich auch mal Lust, ganz spontan einen Film der Kategorie „Kurz und Kompakt“ zu sehen, da ich den Film dieser Woche „Midsommar“ bereits in einer Preview gesehen habe, fiel als Ergänzung und „Lückenfüller“ die Wahl auf „Ready Or Not“ wobei ich jetzt schon die Bezeichnung „Lückenfüller“ komplett revidiere, weil der Film eine sehr tolle und unterhaltsame Wahl gewesen ist.

Die junge Grace heiratet Alex. Alex stammt aus einer Familie namens Le Domas, die sich ein großes Spielimperium aufgebaut haben. So ist es für die Familie Brauch neue Familienmitglieder in der Hochzeitsnacht mit einem Spieleabend in die Familie einzuführen. An diesem Abend fällt die Wahl auf „Hide and Seek“ - Grace muss sich bis zum Sonnenaufgang verstecken. Während die anderen sie suchen, wird ihr immer mehr klar, dass es hier um Leben und Tod geht, denn offenbar gibt es eine Prophezeiung, dass der Familie großes Unheil widerfährt, sollte an diesem Abend kein Opfer geleistet werden.

Zunächst einmal kann ich sagen, dass mir diese Mischung aus „Get Out“ und „Game Night“ im modernen „The Favourite“-Gewand richtig gut gefallen hat. Das Setdesign und allgemein die visuellen Schauwerte sind für das vermutlich geringe Budget richtig hochwertig und erschaffen eine schöne unheilvolle Atmosphäre. Rein charakterlich gibt es bei den Nebencharakteren das geringstmögliche Maß an Charakterzeichnung, welches entsprechend die Ambivalenz der Charaktere darstellen kann. Es ist schön spannend, wie der Film teilweise die Erwartungen bricht, die Rollenverteilung zwischen Jäger und Opfer gerne mal häufiger umkehrt und unter anderem damit die ein oder andere Überraschung liefert. Dabei geht der Film auch was den Grad an Gewalt angeht direkt in die Vollen und liefert ordentlich blutige Effekte und Momente. Den wohl stärksten Job in dieser „Tour de Force“ liefert hier Samara Weaving, die vorher unter anderem in McGs „The Babysitter“ und auch eine kleine Rolle in Martin McDonaghs „Three Billboards ...“ gespielt hat. Ganz allgemein hatte ich an diesem grotesken Survival-Horror-Thriller und dem integrierten Humor einiges an Spaß gehabt.

„Ready Or Not“ - My First Look – 8/10 Punkte.

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