"Bait - Fette Beute" ist nach "The Replacement Killers" die zweite Regiearbeit von Antoine Fuqua (Training Day), die zwar nicht zu seinen besten Arbeiten gehört, aber auch nicht zu seinen schlechtesten.
Computerfreak Bristol (Doug Hutchison) erleichtert eine New Yorker Bank um 45 Millionen Dollar. Doch darüber freuen kann er sich nicht, denn sein Partner John (Robert Pastorelli) macht sich mit der Beute aus dem Staub und geht wenig später der Polizei ins Netz. Im Knast teilt er die Zelle mit dem trotteligen Kleinganoven Alvin (Jamie Foxx). Ihm verrät John kurz vor seinem Tod, wo er den Zaster versteckt hat. Und handelt damit ganz im Sinne von Cop Clenteen (David Morse): Der Fahnder benutzt den ahnungslosen Alvin, um an die begehrte Beute zu kommen und Bristol zu ködern...
Oscar-Preisträger Jamie Foxx (Collateral) spielt Alvin in bester Eddie Murphy-Tradition, wobei er mit seinem losen Mundwerk vor allem bei den Gesprächen mit David Morse für Lacher sorgt. Auch David Morse (The Rock - Fels der Entscheidung) kann als knallharter Fahnder überzeugen. Ein Witz ist hingegen Doug Hutchison (The Green Mile) als Schurke und Michael Stipe (R.E.M.-Frontmann) für Arme. Denn wirklich bedrohlich wirkt er zu keiner Sekunde und besitzt auch keinerlei Charisma. In Nebenrollen haben wir dann noch Jamie Kennedy (Der Staatsfeind Nr. 1), Kimberly Elise (Set It Off), Mike Epps (Resident Evil: Apocalypse) und Robert Pastorelli (Eraser), die eine ordentliche Leistung abgeben.
Eine recht flotte Action-Komödie hat Antoine Fuqua da herbeigezaubert, die zwar nicht mit "The Replacement Killers", "Training Day" und "King Arthur" mithalten kann, aber immer noch um einiges besser ist als das Bruce Willis-Fiasko "Tränen der Sonne". Die Shoot-Outs sind nicht allzu blutig geraten und im Finale gibt es noch eine nette Explosion. Das Szenario an sich erinnert stark an "Der Staatsfeind Nr.1", auch wenn dort der Hauptcharakter aus anderen Gründen überwacht wird. Doch immerhin spielt Jamie Kennedy in beiden Filmen einen der Überwacher. Neben Jamie Foxx' Sprüchen sorgen auch noch seine Beobachter sowie zwei Pausenclowns, die Alvin ständig ans Leder wollen und schließlich in ihm sogar den Teufel sehen, für die einen oder anderen Lacher. Zudem setzt Fuqua auf Bilder mit Signalwirkung und hohem Wiedererkennungswert, was ihn auch bei seinen anderen Filmen auszeichnet. Obwohl es in der Story mindestens so viele Ungereimtheiten wie gute Gags gibt, wird man mit "Bait - Fette Beute" gut unterhalten. Und das zählt doch im Endeffekt bei einem Film dieses Genres.
Und weil es einem Spaß macht Jamie Foxx bei der Arbeit zu sehen, kann man jedem Fan von Action-Komödien diesen Film wärmstens empfehlen, auch wenn er nicht zu Fuquas Glanzstücken gehört. Von dem Mann hat man aber auch schon Schlimmeres zu sehen bekommen.