Von Antoine Fuqua ("Tränen der Sonne") kommt mit "Bait - Fette Beute" ein durchweg solide unterhaltendes Gemisch aus jugendgerechter Action und einer Portion schlichten Humors. Wie man beim klangvollen Namen Fuqua und dessen bisherigen Werken bereits vermuten wird, sieht das Ganze dann auch sehr edel aus und die leicht skurile Bankräuber-Geschichte hält insgesamt solide bei der Stange. Bei all dem äußeren Glanz und einem recht gut aufgelegten Jamie Foxx ("Collateral") in der Hauptrolle werden aber dennoch einige kleine Schwächen deutlich, die den Film ein ganzes Stück weit runterziehen.
Zum einen wäre das die Lauflänge, die mit beinahe 2 Stunden für verhältnismäßig anspruchslose und auch weitgehend altbackene Actioncomedy eindeutig zu umfangreich ausgefallen ist. Hänger im Filmtempo fallen immer wieder auf, der Showdown enttäuscht ebenfalls.
Ferner funktionierte zumindest meiner Meinung nach auch der Mix aus Action und Comedy nicht in dem Maße, als daß er Genrekönigen wie "Bad Boys" in irgendeiner Weise an den Karren fahren könnte. Actionseitig muss zum einen PG-typische Harmlosigkeit reklamiert wird, zum anderen auch ein gewisser quantitativer Mangel - gerade im Hinblick auf die stattliche Lauflänge. Da kann die Optik noch so schick ausfallen und der Sound noch so wummern...
Doch leider will auch der Comedy-Part nicht so recht zünden. Wirkliche Lacher sind kaum dabei und wenns denn mal komisch wird, sind meist simple Gags Marke Kopfnuss nach dummem Spruch der Grund. Da erwarte ich dann doch etwas mehr!
Zusammenfassend kann man also sagen, daß "Bait" zwar technisch top umgesetzt wurde und auch darstellerseitig kaum ein Grund zur Klage besteht, leider können aber weder Comedy noch Action wirklich nachhaltig überzeugen. Die Mischung bleibt unausgegoren und ist defintiv keine Genrespitze. Es gibt schlicht bessere Streifen am Markt, wobei ein Ansehen natürlich nicht schaden kann...