Review

Im Gegensatz zu etlichen anderen Meinungen, sehe ich mir eigentlich ziemlich gerne mal einen Albert Pyun Streifen an. Er hat einige B-Titel gemacht die bei mir recht oben im Kurs stehen und mit „Cyborg“ und „Nemesis“ sogar kleine Highlights geschaffen. „Heatseeker“ gehört auch zu den besseren seiner Zunft.

Im Prinzip wirft Pyun hier einfach etliche Titel durcheinander und fabriziert wahrlich nichts neues, aber immerhin etwas Unterhaltsames. Cyborgs kommen hier ebenso vor wie ein Kampfsportturnier und natürlich wird die Freundin entführt damit der Held den Endkampf verliert. Das alles variiert er noch mit Industriebonzen die, die Fäden im Hintergrund ziehen und schon haben wir „Heatseeker“! Die Optik ist typisch Pyun mit seinen weichen Filtern, viel blau oder rot und dazu die übliche Besetzung in den Nebenrollen wie Tim Thomerson („Dollman“, „Trancers“), Norbert Weisser („Adrenaline“, „Captain America“), Thom Mathews („Blood Match“, „Return Of The Living Dead 1+2“), sowie Tina Coté („Nemesis 2“, „Mean Guns“)und Earl White („Blast“, „Bloodsport 2“). Der Rest wird von den Kämpfern eingenommen und da stehen ganz vorne mit Keith Cooke(„King Of The Kickboxers“, „China O´Brien 1+2“) und Gary Daniels („Submerged“, „Reptilicant“), zwei richtig gute Fighter am Start. Und wer jetzt über Schauspielerische Fertigkeiten reden will, ist im falschen Film. In so einem Produkt will ich richtige Kampfsportler sehen und keine Schauspieler die in jeder Szene gedoubelt werden. Das hat man heutzutage eh schon genug. So steht auch die Action im Vordergrund und nicht eine umfangreiche Story; auch wenn Drehbuchautor Pyun wieder irgendwie zuviel will und etliches unausgegorenes ins Script klatscht. Mir scheint abermals, das seine Ideen durch das schmale Budget einen Riegel vorgesetzt wurde. Technisch kann man, durch die wie immer solide Kameraarbeit von George Mooradian und den anständigen Score von Tony Riparetti, nicht meckern.

Immerhin bekommt man für sein Geld viele und ordentliche Fights, auch wenn einiges etwas spektakulärer hätte ausfallen können. Denn teilweise können weder Daniels noch Cooke ihr Können komplett ausspielen. Dadurch dass die Kämpfer teilweise mit Cybernetic ausgestattet sind und alle den einzigen 100% Menschen (Keith Cooke) erledigen wollen, kommt mal ein anderes Element in das Turnierschema. Viel zu tun hat Gary Daniels dabei aber nicht. Es ging gerade stetig Bergauf mit ihm und er nahm diese Rolle an um sich bei Pyun zu bedanken, der ihn ein während der Dreharbeiten zu „Knights“ aus seinem Vertrag entlassen hat, damit Daniels in „City Hunter“ mitspielen konnte. Hier ist er einfach der Bösewicht, der auch noch gerne die Freundin seines Gegners besitzen würde, aber am Ende natürlich leer ausgeht. Keith Cooke hätte ich gerne öfter mal eine Hauptrolle in einem Martial Arts Streifen gegönnt, denn er hat es wirklich drauf und ist unglaublich schnell mit seinen Kicks. Vermutlich war auch ihm, das exotische Aussehen eher ein Hindernis.

Fazit:
Recht anständiger Albert Pyun Streifen der sein Plus aus den guten Kämpfen zieht. Alles was außerhalb des Turniers passiert, ist eigentlich egal, aber auch nicht so schlimm und dialoglastig wie man es sonst von ihm kennt. Auch wenn er es nicht ganz lassen kann. Dafür bekommt man das übliche Personal und mit Keith Cooke und Gary Daniels zwei sehr gute Fighter geboten, die den einen und anderen reichlich vermöbeln. So soll es sein.

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