Review

Erster Teil und damit Auslöser [ lies: Ursprung allen Übels ] der berühmt - berüchtigten New Option - Reihe, deren schlechter Ruf beinahe schon legendär ist.
Während die nachfolgenden Sequels - das Dutzend ist fast voll - aufgrund des Direct to Video - Looks schon sehr billig, naemlich homemade aussehen, kann man hier zumindest noch optisch so etwas wie einen Kinofilm erkennen.
Wer hierbei Regie führt ist ja umstritten, da auch kein offizieller Regisseur angegeben ist, nur ein Executive Director [ Gary Mak ] und 2 Assistant Directors [ Pinky Yau, Chow Kin-Kei ], Gordon Chan ist es jedenfalls nicht, soviel will auch für ihn hoffen. [ Wobei man allerdings attestieren muss, dass sein FINAL OPTION auch nicht wesentlich besser war ]
Tippe trotzdem mal auf Clarence Ford, wie in der HKMDB gelistet, die shaky Handkamera taucht auch oft zum Ungunsten auf.
Die Story - wenn man das so nennen will - ist dünn, ein SDU - Anwärter [ Shawn Yu ] wird mittendrin trotz bester Ergebnisse von seinem Ausbilder [ Michael Wong ] geschasst, warum, dass wird im Film selbst nicht erklärt, steht dafür aber auf dem Backcover, dass eh schon die gesamte Inhaltsangabe verzählt.
Zurück bei seiner ursprünglichen OCTB - Einheit kümmern er und sein Partner [ Raymond Wong ] sich wiederum um einen Spitzel, der falsche Informationen verkauft hat und stossen dabei auf eine Falschgeldbande [ geführt von Patrick Tam ].
Bei der darauffolgenden Aushebung der Bande geht es natürlich rund...

Im direkten Vergleich zum vorherigen Geschehen aber auch nur, bis zur Minute 65 passiert nämlich nichts, was den Term "Action" auch nur annähernd rechtfertigen würde.
Die letzten 15 Minuten, die man mit ganz viel Augenzwinkern fast schon als Showdown bezeichnen kann, ist dann milde spannend, noch milder rasant, eher nicht, meistens auch hide-and-seek, statt hit-and-run, wobei die achso tolle Spezialeinheit von einem Sniper rundgemacht wird, danach gehts ab in den See [ genug Schwimmübungen gab es vorher im hauseigenen Pool ], in den Wald, und einen Abwassertunnel ala S.W.A.T.

Der Film besteht aus lauter losen Anfängen, die vielleicht ? in der darauffolgenden Episoden geklärt werden, so wie hier ausgeführt, passen sie jedenfalls schlecht bis gar nicht zusammen.
Die Figur von Raymond Wong wird gar nicht weiter ausgeführt, er ist halt einfach da. Shawn Yu bekommt zwischendurch eine Psychose, [die erste Periode davon übrigens !? ] was seinen eintönig gelangweilten Gesichtsausdruck aber nichts anhaben kann, und Michael Wong spielt wieder mal sich selber.
Suki Kwan konnt ich noch nie leiden, die Abneigung bleibt bestehen, dummerweise scheint sie auch weiterhin eine feste Rolle hierbei zu haben.
Und Patrick Tam - der durchaus in der Lage ist, schauspielerisch aufzutrumpfen -, hat nichts zu tun; die grösste Schwierigkeit dürfte darin bestanden haben, die für ihn fast durchweg englischen Dialoge auszusprechen. Früher hätte den Part Simon Yam übernommen, zumindest wurde man oft an ihn erinnert, aber der dürfte sich mittlerweile auch zu schade dafür sein.

Alles in allem nicht DER Stinker, den man erwartet hätte, wollte allerdings keinen Pilotfilm für eine Soap Opera im Poliezimillieu sehen, dafür gibt es POLICE CADET.

3,5/10

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