Review

Ein weltweiter Blackout für ein paar Sekunden in Kombination mit einem Unfall & schon ist die Welt für den erfolglosen Musiker Jack (Himesh Patel) eine andere. Denn er erwacht in einer Welt ohne Coca-Cola, ohne Oasis & ohne The Beatles. Er scheint der Einzige zu sein, der sich an all die genialen Songs der Fab-4 erinnert & so beschließt er, die Lieder unter seinem Namen rauszubringen, was für einen gigantischen Erfolg sorgt, so groß, dass er sogar mit Ed Sheeran auf Tour geht & von seinem Management unter Vertrag genommen wird. Leider bleibt dabei seine beste Freundin Ellie, gespielt von der zauberhaften Lily James, auf der Strecke, die sich bislang so nebenbei um seine Gigs gekümmert & immer an ihn geglaubt hat. Wird er mit dem Songklau & dem damit verbundenen Erfolg glücklich?

Ein schönes, sympathisches Feel-Good-Movie von Danny Boyle, von dem ich mir als großer Beatles-Fan aber insgeheim doch etwas mehr erhofft hatte. Ich weiß auch nicht. Vielleicht mehr Schwung? Mehr Emotionalität? Mehr Gänsehaut? So wie in der Szene, als er Yesterday singt. Oder beim Konzert, wo sein Help! nicht bloß ein Lied ist, sondern ein Hilfeschrei. Oder als er Ellie im Wembley-Stadion endlich seine Liebe gesteht. Oder das Gespräch mit den zwei Beatles-Fans, eingeleitet mit einem kleinen gelben U-Boot. Oder die Begegnung mit Robert Carlyle als John Lennon. Jetzt, wo ich so drüber nachdenke, hat der Streifen doch mehr tolle Szenen als angenommen.

Ich muss auch sagen, dass mich der singende Pumuckl von der Insel ("der blöde Ed Sheeran" (Zitat Jack), der aus Hey Jude Hey Dude gemacht hat & Selbstironie beweist) gar nicht gestört hat. Für humorige Auflockerung sorgen seine neue Managerin & sein Roadie. Die Auflösung der Geschichte hat mir gut gefallen, ich hatte schon ein Es-ist-alles-nur-ein-Traum-Horror-Ende befürchtet. Komisch, jetzt wo ich den Film Revue passieren lasse & drüber schreibe, gefällt er mir besser als während ich ihn geschaut habe. Packe ich halt noch einen Punkt drauf.

7/10 8/10

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