Review

Tabakrauch enthält über 70 Stoffe, die erwiesenermaßen krebserregend sind.
Vorliegendes Regiedebüt von Eric Ford Holevinski enthält mindestens 70 Zutaten, die seiner kulinarischen Horrorkomödie den Geschmack verderben.

New York: Andy hat einen Pakt mit dem Dämon Exses geschlossen: Damit sein italienisches Restaurant einen besseren Ruf erhält, muss er in regelmäßigen Abständen Gäste/Opfer zu ihm ins Lager schaffen. Als Kellner Jeremy davon Wind bekommt, sind ihm zunächst die Hände gebunden…

Gastronomie und Horror kann prinzipiell ein gutes Gemisch ergeben, wobei verkappte Kannibalenfilme natürlich nahe liegend sind. Insofern klingt die Prämisse der Geschichte zunächst erfrischend, doch anhand der dilettantischen Inszenierung stellt sich binnen kurzer Zeit Ernüchterung ein.

Kamera und Schnitt funktionieren leidlich, die spärliche Ausstattung ist immerhin zweckdienlich, doch ein Großteil der Figuren wird von Laien verkörpert, welche zudem auffallend primitive Dialoge unterhalb der Gürtellinie absondern, wodurch ein potenzielles Mitfiebern bereits ausgeschlossen ist. Einzig Kellner Jeremy erhält durch seine Unbekümmertheit ein paar Sympathiepunkte, den ausbleibenden Humor erzeugt dieser jedoch auch nicht.

Zudem ähneln sich diverse Abläufe, bevor es beim Showdown zum Debakel in Sachen Logik kommt: Andy oder sein Gehilfe befördern Gäste ins Lager, die verschwinden in einer Ecke, kurz darauf spritzt etwas Blut durch den Raum. Explizites ist hier nicht auszumachen, lediglich ein harmloser Kopfschuss gegen Finale. Den Dämon hätte man indes kaum schlichter in Szene setzen können, denn der wird von einem älteren Herrn verkörpert, der bunte Kontaktlinsen und ein weiß gefärbtes Gesicht trägt. Er spricht mit tief gepitchter Stimme und knickt zuweilen nach eindringlichen Aufforderungen ein wenig ein, was die einzigen minimalen Schmunzler der kompletten Chose hervorruft.

Ansonsten kommt null Spannung auf, das Timing ist oft schlecht und die Inszenierung ist altbacken und ohne Höhepunkte, vielleicht abgesehen von einer Kapuzengestalt mit schwarzen Klüsen auf der Straße, welche jedoch ohne jeglichen Kontext zur eigentlichen Story steht. Selbst die möglichen Reibungspunkte zwischen Betrieb und Kundschaft werden nahezu sträflich vernachlässigt, obgleich speziell in diesen Belangen viel möglich gewesen wäre.

Das blutarme Unterfangen ist weder witzig, noch unterhaltsam, das karge Budget ist dem Werk von vornherein anzusehen und ein Großteil der hölzern chargierenden Mimen dürfte in Hollywood kaum Fuß fassen. Der Erzählung mangelt es an Pep und Charme, an interessanten Figuren und einem fundierten Drehbuch.
So, und jetzt eine Zigarette…
2,5 von 10

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