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Adam Sandler spielt einen, von seiner Mutter unterdrückten 31 jährigen geistig Behinderten, der beruflich einer Football-Mannschaft die Wasserflaschen hinterherträgt, weswegen er zu seinem Spitznamen Wasserträger, Waterboy gekommen ist. Doch dann wird er gefeuert und der Trainer einer anderen Footballmannschaft will ihn als Spieler verpflichten. Sandler beginnt also, sich dem Einfluss seiner Mutter zu entziehen und eine Karriere als Footballspieler zu starten und steht sogar am Anfang einer Liebes-Beziehung.
Die Story ist wirklich unglaublich banal, sodass der Film bereits hier zu scheitern beginnt. Die Handlung enthält wirklich nichts, was über das Muster einer stereotypen Komödie hinausgeht. Die Love-Story ist nur eine Nebenhandlung und absolut vorhersehbar und überflüssig. Der gesamte Film ist vorhersehbar und Tiefe gibt es natürlich überhaupt nicht. Es gibt wirklich viele billige 0815-Komödien, aber diese flache Story ist eine Frechheit.
Der Film läuft schnell an und entwickelt früh einen mittelmäßigen Unterhaltungswert, der vor allem in der ersten halben Stunde kontinuierlich gehalten werden kann. Im Mittelteil wird der Film dann leider immer flacher und vorhersehbarer und auch die Witze, die am Anfang noch lustig waren, sind berrechenbar und dämlich. Das Ende, dass von der ersten Sekunde an abzusehen war, kann auch nicht richtig zünden. Der Unterhaltungswert ist allen in allem flach, da der Humor auf der Strecke bleibt und auch die Sport-Szenen langweilig sind.
Die Filmmusik ist billig und kann weder die lustigen, noch die emotionalen Szenen unterstreichen. Eine Atmosphäre kann überhaupt nicht aufgebaut werden, ein erfahrener Regisseur hätte vermutlich wenigstens noch ein bisschen mehr aus dem Film herausholen können. Das Thema Football kann den Fußball-begeisterten Europäer sowieso nur langweilen.
Die Witze, die eigentlich gar nicht lustig sind, gehen hauptsächlich auf die Kosten von Behinderten und sind meistens Slapstick der dämlichsten Sorte. Wenn die Produzenten mit ihrem Streifen schon leichte Ziele treffen wollen, hätte man doch wenigstens eine andere Randgruppe nehmen können.
Adam Sandler spielt solide, sodass man seiner Darstellung durchaus einen besseren Film hätte bieten sollen. Er ist einer der besten Komödien-Darsteller, ist aber leider sehr oft in wirklich schlechten Filmen zu sehen. Oscar-Preisträgerin Kathy Bates spielt die Rolle der herrschsüchtigen Mutter ordentlich.
Empfehlen kann man den Film wirklich kaum, er bietet nur ganz leichte Unterhaltung und ist sehr schnell vegessen. Höchstens ein Film für zwischendurch.
Zusammenfassend ist "Waterboy" eine schwache Komödie, mit flachen Witzen, einer unglaublich stereotypen Handlung und einem relativ niedrigen Unterhaltungswert.

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